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Filmnachmittag für Maria Einsmann

8 März, 14:00 - 16:00

Katharina oder: Die Kunst Arbeit zu finden
Filmnachmittag für Maria Einsmann

Am 6. März 2020 wird mit der Benennung eines kleinen Platzes zwischen Großer Langgasse und Kötherhofstraße an eine ganz außergewöhnlich Mainzerin erinnert: Maria Einsmann.

Zwölf Jahre lang, von 1919 bis 1931, war es niemandem in Mainz aufgefallen, dass der fleißige und fürsorgliche Familienvater Joseph Einsmann in Wahrheit eine Frau war. Maria Einsmann hatte bei der Trennung von ihrem Mann Joseph einen von ihr bezahlten Anzug mitgenommen und darin seine Papiere entdeckt. Gemeinsam mit ihrer Freundin Helene Müller, mit der sie zusammen nach Mainz gekommen war, beschloss Maria Einsmann, die Identität von Joseph anzunehmen, um so kurz nach dem Ersten Weltkrieg überhaupt eine Chance auf Arbeit zu haben. Die Entdeckung der Frau in Männerkleidung und der Prozess, der im August 1932 gegen die beiden Frauen in Mainz geführt wurde, sorgt beinahe weltweit für großes Aufsehen.


Am internationalen Weltfrauentag, am 8. März 2020, laden wir Sie herzlich ein zum Filmnachmittag für Maria Einsmann
.
Gezeigt wird der Film „Katharina oder: Die Kunst Arbeit zu finden“ von Barbara Trottnow. Die Autorin und Regisseurin Barbara Trottnow verknüpft in ihrem Film Spielszenen aus dem Drehbuch mit dokumentarischen Anmerkungen zu den schwierigen Lebensumständen von Anna Seghers und sucht Paralleln zur Situatiion von Frauen heute. Außerdem macht sie sich auf die Suche nach Maria Einsmann, deren wahre Geschichte Anna Seghers auf die Idee brachte. Katharina, Maria, Anna und Gudrun – vier Frauengeschichten, erfunden und wahr, gespielt und beobachtet, damals und heute, und die Frage:
Wie weit müssen  Frauen gehen, um in schwierigen Zeiten Arbeit zu finden?


Katharina oder: Die Kunst Arbeit zu finden:

Vier Frauen suchen in schwierigen Zeiten Arbeit. Die Schriftstellerin Anna Seghers musste 1933 ins Exil nach Paris fliehen. Auf der Suche nach neuen Stoffen erinnerte sie sich dort an einen Zeitungsartikel über Maria Einsmann, die in Mainz viele Jahre unerkannt in Männerkleidern gearbeitet hatte. So entstand die Geschichte der Katharina Rendel, die nach dem Tod ihres Mannes seine Kleider anzieht, um Arbeit in einem Beiwerk zu finden.

Eine reale Geschichte erzählt der Film über Gudrun Selent, eine alleinerziehende Frau aus der ehemaligen DDR. 1990, im Jahr der Wiedervereinigung, verlor sie ihre Arbeit und war seitdem auf der Suche nach einer neuen Stelle. Anlass für den 1995 entstandenden Film von Barbara Trottnow „Katharina oder: Die Kunst Arbeit zu finden“ war ein lange verschollenes Drehbuch, das Anna Seghers 1934/35 zusammen mit Hans Richter und Friedrich Kohner geschrieben hatte und das im Archiv im Museum of Modern Art in New York gefunden worden war.

 

Cast:
DarstellerInnen: Heidi Ecks, Renate Dissel, Claudia Emke, Klaus Zwick, Oriana Gonzáles, Jonas Trottnow, Wolfganz Heitz, Achim Stellwagen
Buch und Regie: Barbara Trottnow
Kamera: Meinolf Schmitz
Ton: Michael Busch
Schnitt: Margot Krumpen
Kostüme: Renata Kos
Ausstattung: Henner Drescher
Maske: Ute Schweikhard
Produktionsleitung: Alfred Engler
www.bt-medienproduktion.de

 

Der Einttritt ist frei.
Im Anschluss an die Filmvorführung besteht Gelegenheit zum Gespräch mit der Regisseurin.


Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Frauenbüro der Landeshauptstadt Mainz

Details

Datum:
8 März
Zeit:
14:00 - 16:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltung-Tags:
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Veranstalter

Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz

Veranstaltungsort

Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz
Flachsmarktstraße 36
Mainz,
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