Interviewreihe „1700 Jahre”

 

Seit 1700 Jahren leben Jüdinnen*Juden nachweislich auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Anlässlich des bedeutenden Erbes sowie der historischen und gegenwärtigen Vielfältigkeit jüdischen Lebens wurde 2021 als Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland” ausgerufen. Bundesweit werden in diesem Festjahr unzählige Veranstaltungen und Projekte ausgerichtet, die jüdisches Leben sichtbar machen und dessen Geschichte würdigen.

Auch das „Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz” Mainz begeht das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland” mit eigenen Veranstaltungen und Kampagnen. Wir freuen uns, auch unsere Interviewreihe „1700 Jahre” anlässlich des Festjahres ins Leben rufen zu können. Die Reihe widmet sich Persönlichkeiten und Initiativen, die uns in den kommenden Wochen einen Einblick in das vielfältige jüdische Leben in Deutschland geben werden. Verschiedene regionale und überregionale Interviewpartner*innen werden mit uns im Zuge der Reihe sprechen – über ihr persönliches Engagement, über Aufklärungsarbeit und jüdisches Leben, aber auch über jüdische Küche und Alltagsleben.

 

Unsere Interviewpartner*innen:

Nathalie Neumann is an art historian focusing on French and German subjects. For the last 15 years, her research and publications have focused on Julius Freund’s art collection and the restitution of looted art. Since April 2020, she has worked at the University of Mainz as a researcher focusing on the reconstruction of the art collection of Felix Ganz (1869–1944), a collection composed of “far and near eastern” art objects. We spoke to her about Felix Ganz, his collection and the importance of art restitution.
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Als Referentin für Bildung ist Dr. Tanja Kinzel beim Bundesverband RIAS e.V. tätig. Ihre Promotion in Geschichte schloss sie zum Thema „Im Fokus der Kamera. Fotografien aus dem Getto Łódź” an der Freien Universität Berlin im Osteuropa-Institut ab. Wir sprachen mit ihr über die Zielsetzung und Arbeitsweise von RIAS e.V. – aber auch über die zunehmenden Meldungen antisemitischer Vorfälle während der Pandemie und über die Notwendigkeit, diese bundesweit zu dokumentieren.
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Seit über vier Jahren engagiert sich Emilia Taran ehrenamtlich im Begegnungsprojekt „Meet a Jew”. Durch persönliche Begegnungen möchte sie über jüdisches Leben informieren, mit anderen ins Gespräch kommen und so auch Vorurteilen und Stereotypen vorbeugen. Wir sprachen mit ihr über ihr langjähriges Engagement, den Stellenwert von Begegnungsprojekten und darüber, was es für sie persönlich bedeutet, „jüdisch” zu sein.
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2017 wurde Dieter Burgard von Ministerpräsidentin Malu Dreyer als bundesweit erster Antisemitismusbeauftragter berufen. 2018 trat er sein Amt offiziell an. Wir sprachen mit ihm über Antisemitismus in unserer Gesellschaft, aber auch über sein Amt als Antisemitismusbeauftragter und sein persönliches Engagement im Bereich der Erinnerungsarbeit.
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Seit Anfang 2015 amtierte Rabbiner Aharon Ran Vernikovsky in der Jüdischen Gemeinde Mainz. Zum 1. September verlässt er nun Mainz und kehrt in die Jüdische Gemeinde in Düsseldorf zurück. Wir sprachen mit ihm über seine Zeit als Rabbiner in Mainz und die dortige Gemeinde.
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2019 gründete Gunda Trepp die Leo Trepp Stiftung mit dem Ziel, das Wissen um jüdisches Leben im öffentlichen Bewusstsein zu verankern und das Andenken an den Rabbiner Leo Trepp wachzuhalten. Wir sprachen mit Gunda Trepp über die Arbeit der Stiftung und das Wirken Leo Trepps, aber auch über ihre Aufklärungsarbeit gegen Antisemitismus und den geplanten Leo Trepp-Schülerpreis, der junge Menschen für jüdische Geschichte und Kultur begeistern möchte.
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Weitere Informationen zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland” finden Sie auf der offiziellen Website. Neben der Reihe „1700 Jahre” finden Sie unter „Das HdE im Gespräch mit…” weitere spannende Interviews mit Persönlichkeiten aus Politik und Zivilgesellschaft zu Themen wie Gedenkstätten, Erinnerungskultur oder Demokratiebildung.

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