„Ich wand’re durch Theresienstadt“ | Musikalische Lesung und Zeitzeugengespräch
Die musikalische Lesung mit Roman Knižka und dem Bläserquintett Opus 45 erinnert an das unfassbare Leid, die Hoffnungen und die künstlerische Selbstbehauptung der in Theresienstadt inhaftierten Jüdinnen*Juden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Schicksalen damals junger Menschen. Roman Knižka liest aus Erinnerungen u.a. von Ruth Klüger, Zvi Cohen, Leo Strauss, Jana Renée Friesová, Helga Hošková-Weissová, Hannelore Brenner-Wonschick und Gerty Spies. Gedichte und Texte von Kindern und Jugendlichen, die in Theresienstadt inhaftiert waren, kommen ebenso zu Gehör, wie Lyrik der als Kinderkrankenschwester arbeitenden Schriftstellerin Ilse Weber. Das Bläserquintett OPUS 45 spielt Kompositionen u.a. von Pavel Haas, Hans Krása, Viktor Ullmann und Gideon Klein. In Theresienstadt inhaftiert und von den Nationalsozialisten ermordet, geriet das Werk dieser bedeutenden Komponisten nach Ende des Zweiten Weltkriegs lange Zeit in Vergessenheit.
Ergänzt wird die musikalische Lesung um ein Zeitzeugengespräch mit Edith Erbrich. Sie wurde als Sechsjährige gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrem Vater in einem der letzten Transporte von Frankfurt am Main nach Theresienstadt deportiert. Sie wird an diesem Abend ihre Lebensgeschichte erzählen und mit den Anwesenden ins Gespräch kommen.
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Peter-Cornelius-Konservatorium und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.
Foto: Roman Knižka mit dem Bläserquintett Opus 45 und Edith Erbrich © Daniel Häker



