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Antisemitismus als justizielle Herausforderung

27 Mai, 18:30 - 19:30

Antisemitismus ist nicht nur ein gesellschaftliches Problem, sondern stellt auch Rechtsprechung und Justiz vor grundlegende Herausforderungen. Der Vortrag beleuchtet, wie Gerichte und juristische Diskurse in Deutschland antisemitische Vorfälle einordnen und warum jüdische Perspektiven dabei häufig unsichtbar bleiben. Anhand ausgewählter Gerichtsentscheidungen zeigt Dr. Nina Keller-Kemmerer, wie sich deutsche Erinnerungskultur, Meinungsfreiheit und die rechtliche Erfassung von Antisemitismus bis heute verschränken – und welche Schwierigkeiten daraus für den Umgang mit gegenwärtigen Formen von Judenfeindschaft entstehen.

Dr. Nina Keller-Kemmerer ist Juristin und Wissenschaftlerin an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Antisemitismus und Recht, Meinungsfreiheit sowie staatliche Kulturförderung. Bis Anfang 2025 koordinierte sie das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „ASJust. Antisemitismus als justizielle Herausforderung“. Sie publiziert und referiert regelmäßig zu rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen des Antisemitismus und ist Mitglied verschiedener interdisziplinärer Forschungsnetzwerke. Für ihre Dissertation zur Geschichte des Völkerrechts wurde sie mit dem Walter-Kolb-Gedächtnispreis der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet.

Anmeldung erbeten per Mail an: kontakt@hde-mainz.de  

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Verein für Sozialgeschichte Mainz e.V.

 

Details

  • Datum: 27 Mai
  • Zeit:
    18:30 - 19:30

Veranstaltungsort

  • Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz
  • Flachsmarktstraße 36
    Mainz,
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