Volker Beck

geboren am 12. Dezember 1960

Menschenrechtsaktivist, 1994–2017 Mitglied des Bundestags (Bündnis 90/Die Grünen), langjähriger Kämpfer für die Rechte von Schwulen, Lesben, Transidenten, Bi- und Intersexuellen

Foto: Mathias Schindler ©CC-BY-SA 3.0


„Schwule und Lesben sind Menschen mit gleicher Würde und gleichen Rechten wie Heterosexuelle. […] Das Ja zur Ehe für alle nimmt niemandem etwas weg, es beendet lediglich die Diskriminierung der Lesben und Schwulen.“ (Volker Becks Rede zur Öffnung der Ehe am 30. Juni 2017 im Deutschen Bundestag)


Volker Beck wurde am 12. Dezember 1960 in Stuttgart geboren. Nach seinem Abitur 1980 in Sindelfingen und dem zweijährigen Zivildienst studierte Beck von 1982 bis 1987 in Stuttgart die Fächer Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik. Danach war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fraktion Die Grünen im Bundestag tätig, ehe er 1994 Mitglied des deutschen Bundestages wurde, was er bis 2017 blieb. Beck war im Laufe seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen rechtspolitischer, menschenrechtspolitischer, innenpolitischer, religionspolitischer sowie migrationspolitischer Sprecher. In den Jahren 2013 bis 2017 bekleidete er das Amt des Vorsitzenden der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe, durch die die Beziehungen zwischen den beiden Ländern gepflegt und das gegenseitige Verständnis vertieft werden soll.

Beck und seine Partei Bündnis 90/Die Grünen waren 2001 maßgeblich an der Verabschiedung des Lebenspartnerschaftsgesetzes (LPartG) beteiligt, das es gleichgeschlechtlichen Paaren in Deutschland erstmals ermöglichte, rechtlich eine eheähnliche Verbindung eingehen zu können. Am 30. Juni 2017 erhielt der Gesetzesentwurf der „Eheöffnung für Alle“ 393 Ja-Stimmen und 226 Nein-Stimmen. Das Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts ist seit dem 1. Oktober 2017 in Kraft. Beck selbst heiratete an diesem Tag seinen Lebensgefährten Adrian Petkov, mit dem er seit dem 14. Juli 2017 eine eingetragene Lebenspartnerschaft führte. Beck bezeichnete das Gesetz als einen „Sieg der Gerechtigkeit über das Vorurteil“ und äußerte die Tatsache, dass Deutschland „ein wenig inklusiver und demokratischer geworden“ sei.

Gerade aufgrund seines langjährigen Kampfes für die Anerkennung der Rechte von Schwulen, Lesben, Transidenten, Bi- und Intersexuellen sowie seines Einsatzes für die Entschädigung aller Opfer der nationalsozialistischen Diktatur gilt er als ein „Gesicht der Demokratie“.



Literaturhinweise:

Beck, Volker: Vita, <URL: https://www.volkerbeck.de/vita/> [aufgerufen am 14.04.2020].

Mangold, Anna Katharina: Stationen der Ehe für alle in Deutschland, Bundeszentrale für Politische Bildung am 09.08.2018, <URL: https://www.bpb.de/gesellschaft/gender/homosexualitaet/274019/stationen-der-ehe-fuer-alle-in-deutschland> [aufgerufen am 14.04.2020].

o. V.: Volker Beck heiratet. „Ein Akt der Liebe und Verantwortung“, Spiegel Online Panorama am 01.10.2017, <URL: https://www.spiegel.de/panorama/leute/volker-beck-heiratet-adrian-petkov-a-1170846.html> [aufgerufen am 14.04.2020].


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