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Jüdisch-Muslimische Perspektiven | Gesprächsabend
17. November 2025, 18:00 - 19:30
In einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen, Polarisierungen und Zuschreibungen zunehmen, wollen Kiril Denisov und Furkan Yüksel den Raum öffnen für ein ehrliches, gemeinsames Nachdenken: Was braucht es, um jüdisch-muslimische Allianzen nicht nur zu beschwören, sondern tatsächlich zu leben? Wie kann Dialog in der heutigen Zeit aussehen und was kann sie leisten? Welche Herausforderungen entstehen, wenn Religion, Herkunft oder Haltung zu Israel und Palästina zu Identitätsfragen werden?
Anlässlich des Internationalen Tages für Toleranz sprechen die beiden im Rahmen eines offenen Podiumsgesprächs über ihre Erfahrungen aus der praktischen Arbeit, über Begegnungen, Brüche und Lernprozesse in der politischen Bildung. Es geht um jüdisch-muslimischen Dialog, um Rassismus und Antisemitismus, um das Spannungsfeld zwischen Solidarität und Abgrenzung und um die Frage, wie sich gemeinsames gesellschaftliches Handeln inmitten globaler Konflikte und postmigrantischen Gesellschaften gestalten lässt.
Der Abend lädt dazu ein, zuzuhören, mitzudenken und die Komplexität unserer Gegenwart nicht als Hindernis, sondern als Chance zu begreifen, neue Formen des Miteinanders zu entwickeln.
Kiril Denisov kam 2001 mit seiner Familie als jüdischer Kontingentgeflüchteter aus Lettland nach Deutschland und wuchs in der Nähe von Mannheim auf.
Im Juli 2025 absolvierte er seinen Master of Education in Politikwissenschaft und Russisch mit bildungswissenschaftlichen Anteilen an der Universität Heidelberg. Der akademische Schwerpunkt seines Studiums war die Thematisierung von Antisemitismus durch jüdische Autoren während des Russischen Reiches und der Sowjetunion.
Im März 2025 wurde er zum Vizepräsidenten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland gewählt, wo er das interkulturelle Referat Gesharim (Brücken) leitet. Seit Juli 2025 arbeitet er als Bildungsreferent mit Schwerpunkt Rassismus und Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft bei der Bildungsstätte Anne Frank.
Furkan Yüksel ist (historisch-)politischer Bildner. Er studierte Geschichtswissenschaften und Philosophie in Tübingen. Er war als freier Referent in der Jugend- und Erwachsenenbildung für u.a. Yad be Yad, WERTansich(t), der Bildungsinitiative Ferhat Unvar und Transaidency im Einsatz. In seiner Arbeit thematisierte er hauptsächlich Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus und Erinnerungskulturen. Seit 2021 versteht er sich als Botschafter für das Stuttgarter Projekt „Schalom und Salam“.
Zurzeit ist er Bildungsreferent mit Schwerpunkt „Rassismus und Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft“ bei der Bildungsstätte Anne Frank und ist dort auch Leiter des Projekts „Zwischen den Zeilen”, bei dem er zu antimuslimischem Rassismus im Journalismus arbeitet. Außerdem ist er Teil des CPPD-Netzwerks, das sich für ein multiperspektivisches Erinnern einsetzt.
Zurzeit ist er Bildungsreferent mit Schwerpunkt „Rassismus und Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft“ bei der Bildungsstätte Anne Frank und ist dort auch Leiter des Projekts „Zwischen den Zeilen”, bei dem er zu antimuslimischem Rassismus im Journalismus arbeitet. Außerdem ist er Teil des CPPD-Netzwerks, das sich für ein multiperspektivisches Erinnern einsetzt.
Um Anmeldung per Mail an kontakt@hde-mainz.de wird gebeten.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung RLP e.V. statt. Sie wird unterstützt vom Ortsbeirat Altstadt und von der Lottostiftung Rheinland-Pfalz.
Foto: Furkan Yüksel und Kiril Leor Denisov © Fulbright Alumni e. V.


