Wann? 25 Juni 2026, 16.00–17:30 Uhr
Wo? Foyer Kleines Haus, Staatstheater Mainz Tritonplatz 1
Menschen, die Einsamkeit erleben, verlieren Vertrauen in die Demokratier und sich anfälliger für Extremismus. Einsamkeit ist also nicht nur ein persönliches, sondern auch ein gesellschaftliches Problem. Aber wie können wir als Gesellschaft gemeinsam entgegenwirken?
Wir diskutieren mit Expertinnen aus Wissenschaft und Praxis über die Ursachen von Einsamkeit und mögliche Lösungsansätze. Mit dabei sind: Dr. Sarah Mühlbacher (Soziologin, Goethe-Universität Frankfurt), Dr. Donya Gilan (Resilienzforscherin, Psychologin) und Alrun Schleiff (Mainz Sozial Digital e.V.).
Dr. Sarah Mühlbacher
Sarah Mühlbacher ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt mit einem Schwerpunkt im Bereich Familien- und Jugendsoziologie. Sie nimmt im gegenwärtigen Einsamkeitsdiskurs eine kritische Perspektive ein und beschäftigt sich intensiv mit der gesellschaftlichen Abwertung von Formen des Alleinseins, insbesondere bei Frauen* und queeren Personen.
Dr. Donya Gilan
Donya Gilan ist Psychologin, Resilienzforscherin und Beraterin. Sie richtet sich mit ihrer Arbeit an Menschen, Organisationen und Institutionen, die psychische Gesundheit differenziert denken und wirksam gestalten möchten. Gerade ihr Blick auf psychische Gesundheit im Kontext von Belastungen, wie sozialem Wandel und Krisen, als komplexes Zusammenspiel individueller, sozialer und struktureller Bedingungen, ist für unser Podium von besonderer Relevanz. Die Frage, wie Einsamkeit die Fähigkeit der Resilienz gegenüber antidemokratischen Denkmustern öffnet, wird hier eine zentrale Rolle einnehmen.
Alrun Schleiff
Alrun Schleiff ist Diplom.-Pädagogin und neben ihrer beruflichen Tätigkeit als Geschäftsführung der Heinrich-Böll-Stiftung RLP, auch als Vorstand im Verein Mainz Sozial Digital e.V. tätig. Der gemeinnützige Verein Mainz Sozial Digital e.V. setzt sich mit den Folgen von Tech-Monarchen, die den digitalen Raum dominieren, auseinander. Er bietet Lösungen an und kritisiert, wie diese Dominanz, kritisches Denken und freie Meinungsäußerung in der digitalen Landschaft verändert. Zu den Fragen, wie Einsamkeit und der digitale Raum zusammenhängen und wie wir Einsamkeit auch dort entgegenwirken können, wird sich Alrun Schleiff äußern.


