{"id":1310,"date":"2020-02-04T11:12:35","date_gmt":"2020-02-04T10:12:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/?post_type=tribe_events&#038;p=1310"},"modified":"2020-02-04T11:18:02","modified_gmt":"2020-02-04T10:18:02","slug":"filmnachmittag-fuer-maria-einsmann","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/veranstaltung\/filmnachmittag-fuer-maria-einsmann\/","title":{"rendered":"Filmnachmittag f\u00fcr Maria Einsmann"},"content":{"rendered":"<p><strong>Katharina oder: Die Kunst Arbeit zu finden<\/strong><br \/>\n<strong>Filmnachmittag f\u00fcr Maria Einsmann<\/strong><\/p>\n<p>Am 6. M\u00e4rz 2020 wird mit der Benennung eines kleinen Platzes zwischen Gro\u00dfer Langgasse und K\u00f6therhofstra\u00dfe an eine ganz au\u00dfergew\u00f6hnlich Mainzerin erinnert: Maria Einsmann.<\/p>\n<p>Zw\u00f6lf Jahre lang, von 1919 bis 1931, war es niemandem in Mainz aufgefallen, dass der flei\u00dfige und f\u00fcrsorgliche Familienvater Joseph Einsmann in Wahrheit eine Frau war. Maria Einsmann hatte bei der Trennung von ihrem Mann Joseph einen von ihr bezahlten Anzug mitgenommen und darin seine Papiere entdeckt. Gemeinsam mit ihrer Freundin Helene M\u00fcller, mit der sie zusammen nach Mainz gekommen war, beschloss Maria Einsmann, die Identit\u00e4t von Joseph anzunehmen, um so kurz nach dem Ersten Weltkrieg \u00fcberhaupt eine Chance auf Arbeit zu haben. Die Entdeckung der Frau in M\u00e4nnerkleidung und der Prozess, der im August 1932 gegen die beiden Frauen in Mainz gef\u00fchrt wurde, sorgt beinahe weltweit f\u00fcr gro\u00dfes Aufsehen.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nAm internationalen Weltfrauentag, am 8. M\u00e4rz 2020, laden wir Sie herzlich ein zum Filmnachmittag f\u00fcr Maria Einsmann<\/strong>.<br \/>\nGezeigt wird der Film &#8222;Katharina oder: Die Kunst Arbeit zu finden&#8220; von Barbara Trottnow. Die Autorin und Regisseurin <strong>Barbara Trottnow<\/strong> verkn\u00fcpft in ihrem Film Spielszenen aus dem Drehbuch mit dokumentarischen Anmerkungen zu den schwierigen Lebensumst\u00e4nden von Anna Seghers und sucht Paralleln zur Situatiion von Frauen heute. Au\u00dferdem macht sie sich auf die Suche nach Maria Einsmann, deren wahre Geschichte Anna Seghers auf die Idee brachte. Katharina, Maria, Anna und Gudrun &#8211; vier Frauengeschichten, erfunden und wahr, gespielt und beobachtet, damals und heute, und die Frage:<br \/>\n<em>Wie weit m\u00fcssen\u00a0 Frauen gehen, um in schwierigen Zeiten Arbeit zu finden?<\/em><em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong><br \/>\nKatharina oder: Die Kunst Arbeit zu finden:<\/strong><br \/>\nVier Frauen suchen in schwierigen Zeiten Arbeit. Die Schriftstellerin Anna Seghers musste 1933 ins Exil nach Paris fliehen. Auf der Suche nach neuen Stoffen erinnerte sie sich dort an einen Zeitungsartikel \u00fcber Maria Einsmann, die in Mainz viele Jahre unerkannt in M\u00e4nnerkleidern gearbeitet hatte. So entstand die Geschichte der Katharina Rendel, die nach dem Tod ihres Mannes seine Kleider anzieht, um Arbeit in einem Beiwerk zu finden.<\/p>\n<p>Eine reale Geschichte erz\u00e4hlt der Film \u00fcber Gudrun Selent, eine alleinerziehende Frau aus der ehemaligen DDR. 1990, im Jahr der Wiedervereinigung, verlor sie ihre Arbeit und war seitdem auf der Suche nach einer neuen Stelle. Anlass f\u00fcr den 1995 entstandenden Film von Barbara Trottnow &#8222;Katharina oder: Die Kunst Arbeit zu finden&#8220; war ein lange verschollenes Drehbuch, das Anna Seghers 1934\/35 zusammen mit Hans Richter und Friedrich Kohner geschrieben hatte und das im Archiv im Museum of Modern Art in New York gefunden worden war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Cast:<\/strong><br \/>\n<em>DarstellerInnen:<\/em> Heidi Ecks, Renate Dissel, Claudia Emke, Klaus Zwick, Oriana Gonz\u00e1les, Jonas Trottnow, Wolfganz Heitz, Achim Stellwagen<br \/>\n<em>Buch und Regie:<\/em> Barbara Trottnow<br \/>\n<em>Kamera:<\/em> Meinolf Schmitz<br \/>\n<em>Ton:<\/em> Michael Busch<br \/>\n<em>Schnitt:<\/em> Margot Krumpen<br \/>\n<em>Kost\u00fcme:<\/em> Renata Kos<br \/>\n<em>Ausstattung:<\/em> Henner Drescher<br \/>\n<em>Maske:<\/em> Ute Schweikhard<br \/>\n<em>Produktionsleitung:<\/em> Alfred Engler<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bt-medienproduktion.de\">www.bt-medienproduktion.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Einttritt ist frei.<br \/>\nIm Anschluss an die Filmvorf\u00fchrung besteht Gelegenheit zum Gespr\u00e4ch mit der Regisseurin.<\/strong><\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><em>Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Frauenb\u00fcro der Landeshauptstadt Mainz<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Katharina oder: Die Kunst Arbeit zu finden Filmnachmittag f\u00fcr Maria Einsmann Am 6. 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