{"id":4676,"date":"2021-11-09T15:33:27","date_gmt":"2021-11-09T14:33:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/?p=4676"},"modified":"2021-11-09T15:33:29","modified_gmt":"2021-11-09T14:33:29","slug":"buchvorstellung-und-zeitzeugengespraech","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/2021\/11\/09\/buchvorstellung-und-zeitzeugengespraech\/","title":{"rendered":"Buchvorstellung und Zeitzeugengespr\u00e4ch"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Autor Reiner Engelmann pr\u00e4sentiert am 9. November um 17 Uhr in den Mainzer Kammerspielen im Austausch mit der Zeitzeugin Henriette Kretz sein neues Buch \u201eHass und Vers\u00f6hnung\u201c vor.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-4510\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"189\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Hass-und-Versoehnung-189x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4510\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Hass-und-Versoehnung-189x300.jpg 189w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Hass-und-Versoehnung-646x1024.jpg 646w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Hass-und-Versoehnung-95x150.jpg 95w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Hass-und-Versoehnung.jpg 757w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><figcaption>\u00a9 cbt<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber das Buch:<br><\/strong>Emil ist w\u00fctend, dass er gegen seinen Willen umziehen muss. In der neuen Stadt lehnt der Jugendliche alles ab und zieht sich immer mehr zur\u00fcck \u2013 bis ein Klassenkamerad ihm eine v\u00f6llig neue Welt er\u00f6ffnet: die Welt der rechten Musik. Die Texte voller Wut, Hass und Gewalt sprechen Emil aus der Seele. \u00dcber diesen Zugang rutscht er immer tiefer in die rechte Szene ab. Zusammen mit seinen Kameraden richtet er seine Wut gegen alle, die in seinen Augen anders und damit minderwertig sind. Seine zahlreichen Straftaten bringen ihn schlie\u00dflich ins Gef\u00e4ngnis, was sich f\u00fcr Emil als gro\u00dfe Chance erweist. Er nimmt an einem Aussteigerprogramm aus der rechten Szene teil und findet langsam den Weg zur\u00fcck in die \u201anormale\u2018 Welt. Dabei hilft ihm die Begegnung mit einer Frau, die als Kind den Holocaust \u00fcberlebt hat. Die Zeitzeugin Anne erz\u00e4hlt Emil von ihren Erfahrungen, die sie durch jene menschenverachtende Macht der Nationalsozialisten machen musste, die Emil einmal verherrlicht hat \u2013 und \u00f6ffnet ihm damit die Augen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ergreifend, besonders, hochaktuell \u2013 ein ehemaliger Neonazi und eine \u00dcberlebende des Holocaust erz\u00e4hlen sich gegenseitig ihre Geschichte.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist nur nach vorheriger Anmeldung per Mail an cornelia.dold[at]haus-des-erinnerns-mainz.de m\u00f6glich. <em>Eine Kooperationsveranstaltung mit den Mainzer Kammerspielen, dem Bistum Mainz, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung Rheinland-Pfalz.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zum Autor:<br><\/strong>Reiner Engelmann wurde 1952 in V\u00f6lkenroth geboren. Nach dem Studium der Sozialp\u00e4dagogik war er im Schuldienst t\u00e4tig, wo er sich besonders in den Bereichen der Lesef\u00f6rderung, der Gewaltpr\u00e4vention und der Kinder- und Menschenrechtsbildung starkmachte. F\u00fcr Schulklassen und Erwachsene organisiert Reiner Engelmann regelm\u00e4\u00dfig Studienfahrten nach Auschwitz. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Anthologien und B\u00fccher zu gesellschaftlichen Brennpunktthemen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zur Zeitzeugin:<br><\/strong>Henriette Kretz wurde 1934 als Kind der j\u00fcdischen Juristin Elza Kretz, geb. Sch\u00f6ps, und des j\u00fcdischen Arztes Maurycy Kretz im polnischen Stanis\u0142aw\u00f3w, heute Iwano-Frankiwsk, Ukraine, geboren und wuchs als Einzelkind in der N\u00e4he von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Opat\u00f3w\">Opat\u00f3w<\/a>&nbsp;auf. Die Verfolgung ihrer Familie begann unmittelbar mit dem deutschen \u00dcberfall auf Polen im September 1939. Die Familie floh nach&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lwiw\">Lemberg<\/a>, sp\u00e4ter nach&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Samborowice_(Pietrowice_Wielkie)\">Sambor<\/a>, in Ostpolen, das 1939 von der Sowjetunion annektiert wurde. Nach dem deutschen \u00dcberfall auf die Sowjetunion 1941 wurde die Familie vom deutschen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kreishauptmann\">Kreishauptmann<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mogens_von_Harbou\">Mogens von Harbou<\/a>&nbsp;in ein&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ghetto\">Zwangsghetto<\/a>&nbsp;eingewiesen. Henriette Kretz \u00fcberlebte die deutsche Judenverfolgung in verschiedenen Verstecken. Als die Familie nach einem Verrat abgef\u00fchrt wurde, wehrte sich ihr Vater und hie\u00df seine Tochter wegzulaufen. Im Rennen h\u00f6rte sie zwei Sch\u00fcsse und wie die Rufe und Schreie ihrer Eltern verstummten. Sie schaffte es, allein unentdeckt zu einem katholischen Waisenhaus zu gelangen, das sie durch die Arbeit ihres Vaters kannte und in dem sie wie mehrere andere Waisen verfolgter Familien bis Kriegsende unerkannt Unterschlupf fand, was vor allem auch der Ordensschwester Zelina zu verdanken war.<br>Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gelangte sie als&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Displaced_Person\">Displaced Person<\/a>&nbsp;nach&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Belgien\">Belgien<\/a>. Sie studierte Kunstgeschichte und wurde Lehrerin f\u00fcr Franz\u00f6sisch in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Israel\">Israel<\/a>, wo sie von 1956 bis 1969 lebte. Dann kehrte sie nach&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Antwerpen\">Antwerpen<\/a>&nbsp;zur\u00fcck, wo sie sp\u00e4ter heiratete. Henriette Kretz hat zwei Kinder.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reiner Engelmann bei cbt<\/strong> (Alle B\u00fccher k\u00f6nnen unabh\u00e4ngig voneinander gelesen werden):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Anschlag von rechts \u2013 Nach einer wahren Begebenheit&nbsp;<\/li><li>Wir haben das KZ \u00fcberlebt \u2013 Zeitzeugen berichten<\/li><li>Der Buchhalter von Auschwitz \u2013 Die Schuld des Oskar Gr\u00f6ning<\/li><li>Der Fotograf von Auschwitz \u2013 Das Leben des Wilhelm Brasse<\/li><li>\u201eAlodia, du bist jetzt Alice!\u201c \u2013 Kinderraub und Zwangsadoption im Nationalsozialismus<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Pressestimmen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEngelmann erz\u00e4hlt so deutlich wie n\u00f6tig und so zur\u00fcckhaltend wie m\u00f6glich.\u201c FAZ \u00fcber \u201eDer Fotograf von Auschwitz\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEin aufr\u00fcttelndes Jugendbuch, dass sowohl schockiert, als auch aufkl\u00e4rt. Es sollte viel mehr solcher B\u00fccher geben.\u201c Blog Sandras Little World of Books \u00fcber \u201eAnschlag von rechts\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch habe gro\u00dfe Hochachtung vor der Empathie und eindringlichen Art von Reiner Engelmann, \u00fcber den Holocaust, seine Opfer und die \u00dcberlebenden zu schreiben.\u201c Blog Zwiebelchens Plauderecke \u00fcber \u201eWir haben das KZ \u00fcberlebt\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eReiner Engelmanns Buch stellt nicht nur den jungen Leserinnen und Lesern, sondern jedem Einzelnen von uns die Frage, in welcher Welt wir leben wollen.\u201c BuchMagazin \u00fcber \u201eDer Buchhalter von Auschwitz\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEine n\u00fcchtern erz\u00e4hlte Geschichte, die trotzdem oder gerade deswegen ber\u00fchrt und unter die Haut geht, aufr\u00fcttelt und viel Stoff zum Nachdenken bietet.\u201c ekir.de \u00fcber \u201eAnschlag von rechts\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAkribisch nimmt der Autor die Tat unter die Lupe und schafft eine Diskussionsgrundlage f\u00fcr eine nachhaltige Auseinandersetzung.\u201c TOPIC (Jugendmagazin) \u00fcber \u201eAnschlag von rechts\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Autor Reiner Engelmann pr\u00e4sentiert am 9. November um 17 Uhr in den Mainzer Kammerspielen im Austausch mit der Zeitzeugin Henriette Kretz sein neues Buch \u201eHass und Vers\u00f6hnung\u201c vor.\u00a0 \u00dcber das Buch:Emil ist w\u00fctend, dass er gegen seinen Willen umziehen muss. 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