{"id":3978,"date":"2021-07-22T11:04:32","date_gmt":"2021-07-22T09:04:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/?page_id=3978"},"modified":"2022-03-18T13:00:15","modified_gmt":"2022-03-18T12:00:15","slug":"gunda-trepp","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/projekte-ausstellungen\/projekte\/1700-jahre\/gunda-trepp\/","title":{"rendered":"Gunda Trepp"},"content":{"rendered":"\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>2019 gr\u00fcndete Gunda Trepp die Leo Trepp Stiftung mit dem Ziel, das Wissen um j\u00fcdisches Leben im \u00f6ffentlichen Bewusstsein zu verankern und das Andenken an den Rabbiner Leo Trepp wachzuhalten. Wir sprachen mit Gunda Trepp \u00fcber die Arbeit der Stiftung und das Wirken Leo Trepps, aber auch \u00fcber ihre Aufkl\u00e4rungsarbeit gegen Antisemitismus und den geplanten <a href=\"https:\/\/leotrepp.org\/de\/leo-trepp-preis\">Leo Trepp-Sch\u00fclerpreis<\/a>, der junge Menschen f\u00fcr j\u00fcdische Geschichte und Kultur begeistern m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Interview: Janika Schiffel | Juni 2021<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile has-background\" style=\"background-color:#acb4bf\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp2-4-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4014 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp2-4-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp2-4-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp2-4-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp2-4-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp2-4.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#acb4bf\"><strong>Zur Person<\/strong><br>Gunda Trepp studierte Rechtswissenschaften und besuchte anschlie\u00dfend die Henri-Nannen-Journalistenschule unter Wolf Schneider. Nach ihrer T\u00e4tigkeit als Wirtschaftsanw\u00e4ltin und Dozentin f\u00fcr Rechtskunde begann sie, als freie Journalistin f\u00fcr verschiedene Medien wie den Spiegel, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und den NDR zu arbeiten. Bis 2004 war sie Wirtschaftsredakteurin der Berliner Zeitung. Ab dem Jahr 2000 lebte sie mit dem Religionsphilosophen und Rabbiner Leo Trepp zusammen und konvertierte 2001 zum Judentum. 2019 gr\u00fcndete sie die Leo Trepp Stiftung, deren Ziel es ist, das Wissen \u00fcber j\u00fcdisches Leben und Denken in der Bev\u00f6lkerung zu vertiefen. Trepp lebt als Autorin in San Francisco und Berlin.<br><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><sup>Foto: Karin Salath\u00e9<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unter dem Titel \u201e1700 Jahre j\u00fcdisches Leben in Deutschland\u201c wurde 2021 ein Festjahr ausgerufen, dessen Ziel es ist, j\u00fcdisches Leben sichtbar zu machen und ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Welchen Stellenwert hat das Festjahr f\u00fcr Sie?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich ist es ein Anlass, genauer hinzuschauen. Wie sahen diese Jahrhunderte f\u00fcr die J\u00fcdinnen und Juden aus? Wann kamen sie wohin? Wann wurden sie wieder vertrieben? Und wann erlaubte man ihnen dann wieder, sich neu anzusiedeln? Wie wir wissen, wiederholte sich das. Es gab nie Sicherheit \u2013 keine Rechtssicherheit und keine Sicherheit, k\u00f6rperlich unbeschadet zu bleiben. Das bedeutet f\u00fcr mich zweierlei: Einmal zeigt es die unglaubliche innere Kraft dieser Menschen und nat\u00fcrlich die starke Verbundenheit mit ihrer Religion und Kultur. Und zu wissen, dass dies dieselbe Ethik ist, von der religi\u00f6se und, auf andere Weise, auch s\u00e4kulare Juden heute geleitet werden, finde ich faszinierend. Zweitens zeigt uns die Geschichte der Juden, dass, wie mein Mann einmal sagte, Toleranz nie genug sein kann in einer Gesellschaft. Jeder Mensch hat von Geburt an unver\u00e4u\u00dferliche Rechte, einfach deshalb, weil er ein von Gott geschaffener Mensch ist, und nicht, weil sie ihm irgendjemand zugesteht. Gesetze m\u00fcssen diese Haltung vermitteln. Deshalb sind der erste Artikel des Grundgesetzes und die Ewigkeitsklausel so wichtig. Niemand darf die W\u00fcrde eines Menschen antasten. Niemals.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das diesj\u00e4hrige Festjahr bietet auch den Auftakt f\u00fcr die Vergabe des Leo-Trepp-Sch\u00fclerpreises, der von der Leo Trepp Stiftung vergeben wird. Leo Trepp selbst war Zeit seines Lebens bem\u00fcht um ein lebendiges Judentum und einen offenen gesellschaftlichen Dialog. Worum geht es bei dem geplanten Wettbewerb und welche Bedeutung hat die Verleihung des Leo-Trepp-Preises f\u00fcr Sie?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Festjahr, dessen Titel sich ja auf das Leben der Juden richtet, scheint mir ein perfektes Startjahr zu sein daf\u00fcr, dass Nichtjuden ein wenig mehr \u00fcber dieses j\u00fcdische Leben und Denken lernen. Schulen sind der perfekte Ort, denn wir wollen besonders junge Menschen erreichen. Nicht wenige laufen mit Bildern \u00fcber J\u00fcdinnen und Juden im Kopf herum, die mit der Realit\u00e4t nichts zu tun haben. Sie erzeugen aber eine negative, manchmal feindselige Haltung der j\u00fcdischen Gemeinschaft gegen\u00fcber. Das nennt man Antisemitismus. Wissen ist das beste Mittel ist, diesen Stereotypen etwas entgegenzusetzen. Viele kennen keine Juden in ihrem Alltag, noch weniger kennen sie das Judentum. Und nur wenigen ist bewusst, wie sehr j\u00fcdisches Denken das Christentum und den Islam beeinflusst haben, und die Gesellschaft insgesamt. So schreibt mein Mann \u00fcber den Schabbat, er sei der erste Schritt gewesen zu einer sozialen Gesetzgebung. Wir k\u00f6nnen uns heute nicht mehr vorstellen, wie revolution\u00e4r der Gedanke war, dass Alle \u2013 reich, arm, Arbeiter, Sklaven (die es damals \u00fcberall gab) \u2013 einen Tag in der Woche hatten, an dem sie sich allein um ihr religi\u00f6ses und psychisches Wohlbefinden k\u00fcmmern durften, ja, sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie genau kann der Wettbewerb umgesetzt werden und wie gestaltet sich die Betreuung der Sch\u00fcler*innen und Lehrkr\u00e4fte \u2013 beispielsweise unter Einbeziehung regionaler Lernorte wie dem \u201eHaus des Erinnerns \u2013 f\u00fcr Demokratie und Akzeptanz\u201c?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Sch\u00fcler*innen erarbeiten sich ihr Wissen selbst. Wir stellen die Aufgabe, wobei die jungen Menschen w\u00e4hlen k\u00f6nnen, mit welchem spezifischen Thema sie sich besch\u00e4ftigen wollen. Auch in der Gestaltung sind sie frei. Sie k\u00f6nnen einen Gedichtband schreiben, eine Ausstellung konzipieren oder einen Podcast erarbeiten, oder, oder. Uns ist wichtig, ihnen zur Seite zu stehen. Wenn sie Fragen haben, sind wir da. Botschafter*innen der Stiftung kommen gern in die Klasse. Und wir arbeiten mit Einrichtungen vor Ort zusammen, die den Sch\u00fcler*innen helfen, Material zu finden, Kontakte zu J\u00fcdischen Gemeinden zu kn\u00fcpfen, oder die ihnen Ideen f\u00fcr Themen geben k\u00f6nnen. In Rheinland-Pfalz gibt es mehrere Ansprechpartner f\u00fcr die Jugendlichen. Wir freuen uns, dass wir mit dem \u201eHaus des Erinnerns\u201d einen Partner haben, der \u00fcber hervorragendes Personal verf\u00fcgt, das mit Fachwissen und praktischem Rat helfen kann. F\u00fcr die Lehrkr\u00e4fte haben wir zahlreiche Hinweise auf der Website, und nat\u00fcrlich k\u00f6nnen auch sie unsere Unterst\u00fctzung und die Unterst\u00fctzung unserer Partner in Anspruch nehmen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp8-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4172\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp8-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp8-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp8-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp8-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp8-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp8-2048x2048.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Leo Trepp wurde am 4. M\u00e4rz 1913 in Mainz geboren und wuchs in der heutigen Landeshauptstadt auf. Wie erinnerte er sich an seine Geburtsstadt und das Verh\u00e4ltnis zu nicht-j\u00fcdischen Mainzer*innen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, ich w\u00fcrde Juden und Nichtjuden nicht gerecht werden, wenn ich versuchte, hier auf wenigen Zeilen ihr Zusammenleben zu beschreiben. Es war von zu vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst, als das man Gutes oder Schlechtes als typisch darstellen k\u00f6nnte. In seiner Erinnerung beschreibt Leo Trepp seine Liebe zu Mainz und dem Rhein, und da m\u00f6chte ich ihn zitieren: \u201eErinnere ich mich an meine Jahre in Mainz, sehe ich den Rhein vor mir. Mit ihm verbinden sich Kindheitserinnerungen, aber auch Erinnerungen, die auf Gedanken und Erz\u00e4hlungen beruhen, die mir \u00fcberliefert worden sind. Ich f\u00fchle mich mit Mainz verbunden, weil ich den Rhein liebe, der die Stadt durchzieht und auf alles ausstrahlt. Er gibt der Stadt, zusammen mit den umgebenden Weinh\u00e4ngen, etwas Warmes und Best\u00e4ndiges und gleichzeitig Leichtes und pr\u00e4gt so die Atmosph\u00e4re und die Menschen. Und ich bin stolz, ein Mainzer Jude zu sein, denn die Stadt hat eine j\u00fcdische Geschichte, auf die man stolz sein kann. Die j\u00fcdische Gemeinde war reich an heiliger Tradition, an sch\u00f6pferischen Gestalten und geistigen Werten.\u201d<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"860\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Foto_Trepps-1-1024x860.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3991\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Foto_Trepps-1-1024x860.png 1024w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Foto_Trepps-1-300x252.png 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Foto_Trepps-1-768x645.png 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Foto_Trepps-1-150x126.png 150w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Foto_Trepps-1.png 1298w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><sup>Leo und Gunda Trepp, Foto: privat<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die Autobiografie ihres Mannes Leo Trepp blieb unvollendet. Sie trugen seine Erinnerungen eindrucksvoll zusammen, erg\u00e4nzten und kommentierten sie sorgf\u00e4ltig und publizierten sie 2018 in dem Buch \u201eDer letzte Rabbiner. Das unorthodoxe Leben des Leo Trepp\u201c. Was bewog Sie hierzu?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Er hatte ja angefangen zu schreiben. Nach seinem Tod dauerte es eine Weile, bis ich selbst die Zeit und Ruhe fand, mich intensiv mit seinem Leben zu besch\u00e4ftigen. Wichtig war es mir, weil ich glaube, dass wir heute noch von dem Leben der deutschen Juden vor der Schoah lernen k\u00f6nnen. N\u00e4mlich ein \u201eaktives B\u00fcrgertum\u201d. Oder, wie Leo Trepp es sagte: \u201eJeder B\u00fcrger muss gleichzeitig B\u00fcrge f\u00fcr eine Gesellschaft sein.\u201d Von der Weimarer Republik versprachen sich die Juden eine Demokratie, der sich die Demokraten aktiv verpflichtet f\u00fchlen. Und sie waren mit Leidenschaft dazu bereit. Das Interessante ist, dass sich in der Beziehung die liberalen Juden von den Orthodoxen kein bisschen unterschieden. Denn die deutsche Neo-Orthodoxie hatte sich schon lange der Umwelt ge\u00f6ffnet und es zur Verpflichtung der Gl\u00e4ubigen gemacht, sich auch dem Wohl des Staates zu widmen. Diese Verbindung zwischen tiefster Religiosit\u00e4t und Hingabe an das Allgemeinwohl fasziniert mich. Denn es bedeutet, dass sich in diesem Denken eine Minderheit, die andere Gewohnheiten hat als die Mehrheit, nicht assimilieren, sich aber sehr wohl f\u00fcr das gemeinsame Leben und dessen stetige Entwicklung und Verbesserung engagieren muss.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie selbst halten die Erinnerung an Leo Trepp nicht \u201anur\u2018 schriftlich wach. Auf Lesereisen, aber auch beispielsweise in Gespr\u00e4chen mit Schulklassen setzen Sie sich regelm\u00e4\u00dfig mit der aktiven Weitergabe seiner Lebensgeschichte auseinander und stellen sich den R\u00fcckfragen der Zuh\u00f6rer*innen. Gibt es Begegnungen, die Ihnen w\u00e4hrend Ihrer Lesereisen oder den Schulgespr\u00e4chen besonders in Erinnerung geblieben sind?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, die Gespr\u00e4che mit jungen Menschen, in denen wir uns ehrlich begegnet sind. Sie sind in der Beziehung viel weniger \u00e4ngstlich als Erwachsene und sch\u00e4tzen Offenheit. Ich spreche zum Beispiel in Klassen den Antisemitismus, der von allen Seiten kommt, eben auch von muslimischen Jugendlichen, offen an. Gerade, wenn Muslim*innen in der Klasse sitzen, was h\u00e4ufig der Fall ist. Dadurch ergeben sich wunderbare Gespr\u00e4che. Denn oft sehen sie die Probleme ebenfalls, besonders bei jungen Frauen ist das der Fall. Wenn man sich ehrlich und respektvoll sagt, was besser laufen k\u00f6nnte, kann man auch die Gemeinsamkeiten entdecken. Und mit den Muslimen teilen Juden ja so einiges. Ich denke, dass mein Mann recht hatte, wenn er seinen muslimischen Studierenden sagte, dass sie von der Neo-Orthodoxie vor der Shoah lernen k\u00f6nnen. Man sollte als Mitglied einer Minderheit seine Identit\u00e4t nicht ablegen m\u00fcssen. Keiner darf das erwarten. Doch eine Gesellschaft muss sich auf gemeinsame Werte und Ziele einigen. Es muss Diversit\u00e4t in einer von allen gestalteten Einheit geben. Ein erster Schritt kann eine aktive Auseinandersetzung mit unserer wunderbaren Verfassung sein, die Basis f\u00fcr alles ist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp7-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4174\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp7-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp7-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp7-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp7-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp7-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp7-2048x2048.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>In seiner Gedenkrede zum 27. Januar im rheinland-pf\u00e4lzischen Landtag sagte Leo Trepp im Jahr 2005: \u201eWir sind gerufen, Verantwortung zu tragen, damit Deutschland nicht nur den Antisemitismus zerm\u00fcrbt und vernichtet, sondern auch damit Deutschland in der Welt das Vorbild dieses Kampfes wird.\u201c Deutschland m\u00fcsse Vork\u00e4mpfer gegen den Antisemitismus und den Menschenhass sein. Wie steht es derzeit um diesen Aufruf, diese Forderung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es steht darum nicht gut. Ich glaube, ein gro\u00dfer Irrtum besteht darin zu glauben, dass wir den Antisemitismus bek\u00e4mpfen, wenn wir uns nur strikt genug von dem Nationalsozialismus und Hitlers Diktatur distanzieren. Nat\u00fcrlich ist das wichtig. Und zum Gl\u00fcck passiert es nun verst\u00e4rkt selbst dort, wo es vorher, zum gro\u00dfen Schaden der Gesellschaft, nicht passiert ist. In der Justiz zum Beispiel, die viele Naziverbrechen jahrzehntelang nicht verfolgte. Doch um zum Vork\u00e4mpfer gegen Antisemitismus zu werden, muss man sich wirklich mit diesem Ph\u00e4nomen auseinandersetzen. Es ist sehr viel \u00e4lter als Hitler. Und Judenhass war nicht nur bei Faschisten gesellschaftsf\u00e4hig. Er speist sich aus verschiedenen Quellen. Heute oft aus der Verdr\u00e4ngung. Wenn wir nicht bereit sind anzuerkennen, dass es vermutlich auch in der eigenen Familie Menschen gab, die die Behandlung der Juden stillschweigend hingenommen haben, wenn wir uns nicht auf einer pers\u00f6nlichen Ebene mit diesem Menschheitsverbrechen auseinandersetzen, wird es schwierig. Das kann wehtun, wie ich aus eigener Erfahrung wei\u00df. Doch wir kommen nicht darum herum. Ansonsten n\u00e4mlich kommt der Entlastungswunsch \u2013 mit allen negativen Folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie meinen, die Entstehung eines neuen Antisemitismus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja. Der ja nicht neu ist, wie wir aus der Wissenschaft wissen. Die Antisemitismusforscherin Monika Schwarz-Friesel vergleicht die Judenfeindlichkeit deshalb mit einem Cham\u00e4leon. Heute \u00e4u\u00dfert sich der Antisemitismus oft in hasserf\u00fcllten verbalen Angriffen gegen den j\u00fcdischen Staat. Wenn suggeriert wird, die Israelis behandelten Pal\u00e4stinenser heute wie die Nazis fr\u00fcher die Juden, spielt offensichtlich auch hier der Entlastungswunsch eine Rolle. Und wer das Existenzrecht Israels anzweifelt oder den Nahostkonflikt ohne Ber\u00fccksichtigung der Ereignisse der letzten 70 siebzig Jahre beurteilt, ist bewusst auf einem Auge blind. Das ist keine Kritik an einer Regierung. Wir m\u00fcssen das thematisieren. Denn diese Haltungen beeinflussen Stimmungen in einer Gesellschaft. In der Mitte bleibt es bei verbalen Ausf\u00e4llen, viel aggressiver \u00e4u\u00dfert sich dieser Antisemitismus an den politischen und gesellschaftlichen R\u00e4ndern. Wenn J\u00fcdinnen und Juden beleidigt und k\u00f6rperlich attackiert, wenn Synagogen angegriffen werden, muss die Gesellschaft aufstehen. Doch es muss schon vorher beginnen. Jede Form des Hasses hat Folgen. J\u00fcdinnen und Juden verstecken in bestimmten Situationen ihre Identit\u00e4t. Es darf nicht normal sein, dass sie ihre Kippot und Davidsterne abnehmen, um unbehelligt durch einige Stadtviertel zu laufen, oder dass Sch\u00fcler*innen ihr Judentum vor anderen verbergen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp5-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4175\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp5-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp5-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp5-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp5-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp5-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp5-2048x2048.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Wie kann ein Schulwettbewerb helfen, solche Zust\u00e4nde zu verbessern? Ist das \u00fcberhaupt m\u00f6glich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>So ein Wettbewerb kann nur ein Baustein von vielen sein. Doch sich gegenseitig kennenzulernen, ist der beste erste Schritt, miteinander ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Und wenn man miteinander spricht, hat man bereits eine erste Br\u00fccke gebaut. Hinzu muss kommen, was wir bereits angesprochen haben. Wir m\u00fcssen aufh\u00f6ren zu relativieren und nach Erkl\u00e4rungen f\u00fcr Verhalten zu suchen, das man nicht zu erkl\u00e4ren versuchen darf. Wenn Menschen andere Menschen angreifen, ist das zu verurteilen. Punkt. Es darf kein \u201aAber\u2018 geben. Das gilt, wenn Neonazis einen Obdachlosen qu\u00e4len oder einer Muslima das Kopftuch abrei\u00dfen, und das gilt, wenn ein j\u00fcdisches Kind in der Schule von Mitsch\u00fclern drangsaliert wird, egal, ob die christlich, muslimisch oder religionslos sind. Den Opfern ist es in dem Moment v\u00f6llig egal, ob die T\u00e4ter pers\u00f6nliche Schwierigkeiten haben. Auch der Gesellschaft sollte das in ihrer ersten Reaktion egal sein. Denn erinnern wir uns: Es hei\u00dft \u201eDie W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar\u201d. Ohne jede Bedingung. Das gilt f\u00fcr jeden Menschen. Das Strafrecht, das dann in bestimmten F\u00e4llen angewendet wird, bestimmt ohnehin, dass Richter auch die Situation der T\u00e4ter ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Immer weniger Zeitzeug*innen und \u00dcberlebende k\u00f6nnen aus erster Hand ihre Lebensgeschichte und das Wissen um die Shoah an die Nachwelt weitergeben. Wie k\u00f6nnen ihre Zeugnisse auch zuk\u00fcnftig weitergegeben werden und welche \u201aneuen\u2018 Formen der Erinnerung bedarf es aus Ihrer Sicht hierf\u00fcr?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es wird schwierig werden. Die direkte Begegnung mit einem \u00dcberlebenden l\u00f6st etwas aus, dass einfache Wissensvermittlung nicht bewirken kann. Das Bewusstsein, vor einem Menschen zu sitzen, der selbst durch diese H\u00f6lle gegangen ist, macht die damalige Zeit real. Dieser Mensch ist wirklich, also war die Zeit wirklich. Und tats\u00e4chlich sind neue L\u00f6sungen dringend notwendig. 40 Prozent der Menschen zwischen 18 und 34 wissen nichts oder wenig \u00fcber den Mord an den europ\u00e4ischen Juden. Eine M\u00f6glichkeit probiert die Shoah Foundation mit ihren Hologrammen aus, in denen \u00dcberlebende dreidimensional und damit lebensecht \u201afestgehalten\u2018 werden. Eine Alternative sind Berichte aus zweiter Hand, zum Beispiel von Kindern oder Enkeln der Opfer. Man darf nicht vergessen, dass die Verbrechen auch auf ihr Leben einen immensen Einfluss hatten und haben. Dann gibt es Film- und Tondokumente. Alles, das einen lebendigen Eindruck vermittelt, ist besser als abstrakte Wissensvermittlung allein. Darum war es uns wichtig, Tondokumente auf der Website f\u00fcr den Sch\u00fclerpreis einzusetzen. Wenn Leo Trepp erz\u00e4hlt, wie er im KZ sicher glaubte, erschossen zu werden, haben H\u00f6rer diese Situation vor Augen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp6-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4176\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp6-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp6-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp6-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp6-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp6-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Foto_1700_Jahre_Gunda_Trepp6-2048x2048.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>In einem Interview mit dem Deutschlandfunk haben Sie einmal gesagt: \u201eIch hoffe auf das \u201aNie Wieder\u2018 und glaube an das \u201aNie Wieder\u2018.\u201c Was bedarf es, um das \u201eNie Wieder\u201c zu garantieren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Bereitschaft zur Ehrlichkeit. Die Bereitschaft, die gesamte Vergangenheit als Teil der Geschichte dieses Landes anzunehmen und sich mit ihr auseinanderzusetzen. Auf der gesellschaftlichen und pers\u00f6nlichen Ebene. Das muss von allen B\u00fcrgern kommen. Wenn eine Familie neu in eine Gesellschaft kommt und dort lebt, wird deren Geschichte auch ihre Geschichte. Das gilt f\u00fcr mich selbst in den USA. Ich musste und muss mich mit dem Rassismus gegen Schwarze auseinandersetzen und tue es. Denn wenn ich aktiv dazu beitragen m\u00f6chte, dass sich unser aller Zusammenleben verbessert, muss ich erst einmal verstehen, was diesen Alltag pr\u00e4gt, was seine Geschichte ist. Und zu der geh\u00f6ren in den Staaten nun mal die Sklaverei und die Segregation. Und zu Deutschland geh\u00f6rt die Shoah, die auch erm\u00f6glicht oder erleichtert wurde durch einen \u00fcber Jahrhunderte etablierten und gesellschaftlich akzeptierten Judenhass. Nach dieser Akzeptanz kann die aktive Arbeit dagegen beginnen: Alle gemeinsam f\u00fcr eine bessere Zukunft. Erinnerung allein ist nicht genug.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#acb4bf\">Weitere Informationen \u00fcber Leo Trepp und die Arbeit der von Gunda Trepp gegr\u00fcndeten Stiftung finden Sie auf der offiziellen <a href=\"https:\/\/leotrepp.org\/de\/start\"><strong>Homepage<\/strong><\/a>. Dort k\u00f6nnen Sie sich auch \u00fcber den <a href=\"https:\/\/leotrepp.org\/de\/leo-trepp-preis\"><strong>Leo Trepp-Sch\u00fclerpreis<\/strong><\/a> informieren und hier den <strong><a href=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Flyer_Schulpreis.pdf\">Informationsflyer<\/a><\/strong> abrufen.<br>Das 2018 von Gunda Trepp fertiggestellte Buch \u201eDer letzte Rabbiner. Das unorthodoxe Leben des Leo Trepp\u201d kann \u00fcber den <a href=\"https:\/\/www.wbg-wissenverbindet.de\/shop\/29998\/der-letzte-rabbiner\"><strong>wbg-Verlag<\/strong><\/a> bezogen werden. Eine von Hans Berkessel verfasste Buchbesprechung des Titels finden Sie auf unserer <a href=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/LIT_Leo_Trepp-1.pdf\"><strong>Homepage<\/strong><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"989\" height=\"192\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Logo_1700_Jahre_Entwurf1-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4036\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Logo_1700_Jahre_Entwurf1-1.jpg 989w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Logo_1700_Jahre_Entwurf1-1-300x58.jpg 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Logo_1700_Jahre_Entwurf1-1-768x149.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Logo_1700_Jahre_Entwurf1-1-150x29.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 989px) 100vw, 989px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 2019 gr\u00fcndete Gunda Trepp die Leo Trepp Stiftung mit dem Ziel, das Wissen um j\u00fcdisches Leben im \u00f6ffentlichen Bewusstsein zu verankern und das Andenken an den Rabbiner Leo Trepp wachzuhalten. Wir sprachen mit Gunda Trepp \u00fcber die Arbeit der Stiftung und das Wirken Leo Trepps, aber auch \u00fcber ihre&#8230;<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/projekte-ausstellungen\/projekte\/1700-jahre\/gunda-trepp\/\"><span>Weiterlesen<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":3970,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"episode_type":"","audio_file":"","podmotor_file_id":"","podmotor_episode_id":"","cover_image":"","cover_image_id":"","duration":"","filesize":"","filesize_raw":"","date_recorded":"","explicit":"","block":"","ngg_post_thumbnail":0,"_price":"","_stock":"","_tribe_ticket_header":"","_tribe_default_ticket_provider":"","_tribe_ticket_capacity":"0","_ticket_start_date":"","_ticket_end_date":"","_tribe_ticket_show_description":"","_tribe_ticket_show_not_going":false,"_tribe_ticket_use_global_stock":"","_tribe_ticket_global_stock_level":"","_global_stock_mode":"","_global_stock_cap":"","_tribe_rsvp_for_event":"","_tribe_ticket_going_count":"","_tribe_ticket_not_going_count":"","_tribe_tickets_list":"[]","_tribe_ticket_has_attendee_info_fields":false,"footnotes":"","_tec_slr_enabled":"","_tec_slr_layout":""},"class_list":["post-3978","page","type-page","status-publish","hentry"],"ticketed":false,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3978","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3978"}],"version-history":[{"count":37,"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3978\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4945,"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3978\/revisions\/4945"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3970"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3978"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}