{"id":3684,"date":"2021-06-07T09:16:26","date_gmt":"2021-06-07T07:16:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/?page_id=3684"},"modified":"2021-06-20T21:54:04","modified_gmt":"2021-06-20T19:54:04","slug":"band-1","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/archiv\/schriftenreihe-hde\/band-1\/","title":{"rendered":"Die Erinnerungen Walter Gr\u00fcnfelds an seine Kindheit und Jugend in Mainz"},"content":{"rendered":"\n<br>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"457\" height=\"648\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Titel_Walter-Gru\u0308nfeld_fu\u0308r-Wochenschau-Verlag_RZ_2021.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3686\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Titel_Walter-Gru\u0308nfeld_fu\u0308r-Wochenschau-Verlag_RZ_2021.jpg 457w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Titel_Walter-Gru\u0308nfeld_fu\u0308r-Wochenschau-Verlag_RZ_2021-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Titel_Walter-Gru\u0308nfeld_fu\u0308r-Wochenschau-Verlag_RZ_2021-106x150.jpg 106w\" sizes=\"auto, (max-width: 457px) 100vw, 457px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Bei Band 1 unserer Schriftenreihe \u201eErinnerungskultur und Demokratie\u201c handelt es sich um die kommentierten und edierten Erinnerungen des Mainzers Walter Gr\u00fcnfeld. Diese reichen von seiner Kindheit und Jugend nach dem Ersten Weltkrieg, \u00fcber die Zeit der Weimarer Republik und der nationalsozialistischen Diktatur bis zur unmittelbaren Nachkriegszeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Erg\u00e4nzt werden sie durch umfangreiche Kommentare und zeithistorische Informationen. Diese Erinnerungen geben exemplarische Einblicke in die sich wandelnden politischen Verh\u00e4ltnisse, aber auch den Alltag j\u00fcdischer Familien. So erinnert sich Walter Gr\u00fcnfeld beispielsweise an die Zeit der Weimarer Republik: <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Quotes_Beginn_grau-1024x855.png\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Quotes_Beginn_grau-1024x855.png\" width=\"88\" height=\"73\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#aec2d4\">Meine Eltern waren in der damaligen Weimarer Republik besonders politisch interessiert. Ich erinnere mich noch heute, dass ich an der Hand meiner Mutter anl\u00e4sslich des Todes des ersten Reichspr\u00e4sidenten der Weimarer Republik, Friedrich Ebert (SPD), bei der gro\u00dfen Trauerkundgebung auf dem Friedrich-Ebert-Platz war. [\u2026] Mein Vater war in der Weimarer Republik Mitglied des sozialdemokratischen Reichsbanner-Bundes\/Eiserne Front und hat u. a. 1928 an dem gro\u00dfen Reichsbanner-Aufmarsch in Frankfurt am Main teilgenommen. Es war politisch eine unruhige Zeit. Es gab Stra\u00dfen- und Saalk\u00e4mpfe. \u00d6fters mussten Wahlen veranstaltet werden. Nach diesen Wahlen ging ich immer mit meinen Eltern in das Gewerkschaftshaus, da sie an den Ausz\u00e4hlungen der Wahlergebnisse sehr interessiert waren. Da tranken meine Eltern Bier und ich Limonade, und es gab Kartoffelsalat und W\u00fcrstchen. Auch zu den Weihnachtsfesten des Reichsbanners gingen wir immer in den Saalbau. Das war immer sehr festlich und sch\u00f6n. Ich hatte daran eine gro\u00dfe Freude. Trotz dieser unruhigen Zeit und wirtschaftlichen Not, von der ich als Kind nichts wusste, hatte ich eine sch\u00f6ne Kindheit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-zoooom\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Bild_2021-06-04_145247.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3688\" width=\"462\" height=\"635\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Bild_2021-06-04_145247.png 616w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Bild_2021-06-04_145247-218x300.png 218w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Bild_2021-06-04_145247-109x150.png 109w\" sizes=\"auto, (max-width: 462px) 100vw, 462px\" \/><figcaption><sup>Helmut (re. u. li. oben) und Walter (re. u. li. unten); Mutter mit ihren S\u00f6hnen (Quelle: Waltraud Werner)<\/sup><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Durch seine Schilderungen gibt Walter Gr\u00fcnfeld insbesondere Einblick in den aufkeimenden Antisemitismus und die sich verschlechternden Lebenssituationen f\u00fcr j\u00fcdische Menschen in Mainz und Umgebung: <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Quotes_Beginn_grau-1024x855.png\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Quotes_Beginn_grau-1024x855.png\" width=\"88\" height=\"73\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#aec2d4\">Das Leben ging weiter. Die Stimmung war schlecht. Wirtschaftliche Krise und sieben Millionen Arbeitslose waren vorhanden. Kein Wunder, dass man nach einem starken politischen Mann suchte, der die Wende herbeif\u00fchren sollte. Dass das deutsche Volk, das ehemals das Volk der Dichter und Denker war, sich einen \u00f6sterreichischen Arbeitslosen, der fr\u00fcher in Wien im Obdachlosenasyl zu Hause war, als Staatslenker auserkor, ist nicht zu fassen. [\u2026]<br>Die J\u00fcdische Gemeinde versuchte in der angehenden schweren Zeit unter der Jugend einen Ausgleich zu schaffen. Wenn auch im Gro\u00dfen und Ganzen noch keine pers\u00f6nliche Verfolgung vorhanden war, so bestand doch tagt\u00e4glich in der Presse oder im Rundfunk die Hetze gegen die Juden, die nicht spurlos an uns vor\u00fcberging. Fast an jeder Stra\u00dfenecke waren Schauk\u00e4sten mit dem ordin\u00e4ren Hetzblatt \u201eDer St\u00fcrmer\u201c des Antisemiten Julius Streicher angebracht. Es strotzte in diesem Blatt von abscheulichen, ehrverletzenden Zeichnungen, die die Juden als \u201aUntermenschen\u2018 darstellten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Walter Gr\u00fcnfeld, 1921 in Darmstadt geboren, war aktives Mitglied des j\u00fcdischen Sportvereins \u201eHakoah Mainz\u201c. Gerade der Sport scheint ihm in den Anfangsjahren der Diktatur ein St\u00fcck weit Normalit\u00e4t gegeben zu haben:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Quotes_Beginn_grau-1024x855.png\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Quotes_Beginn_grau-1024x855.png\" width=\"88\" height=\"73\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#aec2d4\">Seit der Gr\u00fcndung des Sportclubs \u201eHakoah\u201c geh\u00f6rte ich diesem Verein als aktives Mitglied an. Ich trainierte viele Sportarten, z. B. Bodenturnen, Ger\u00e4teturnen, Leichtathletik, insbesondere 100-Meter-Lauf, Staffellauf, Weitspringen, Hochspringen, Handballspiel und Boxen. [\u2026] <br>Ich habe in den fr\u00fchen Nazijahren meinen Sport ausge\u00fcbt, habe sehr viel trainiert. Im Sommer 1936 haben wir mit dem Sportclub \u201eHakoah Mainz\u201c an einem Landessportfest des \u201eBar Kochba Frankfurt\/Main\u201c auf einem sch\u00f6nen Sportplatz teilgenommen. Im 100-Meter-Lauf habe ich f\u00fcr meinen Sportverein einen Sieg auf dem 1. Platz geholt. Auch in der 4&#215;100 Meter-Staffel hatten wir einen Sieg auf dem 1. Platz gemacht. Die M\u00e4dchen hatten Siege im Hoch- und Weitsprung geholt. Der Vorstand war \u00fcber diesen Erfolg hocherfreut und hatte uns in das Caf\u00e9 Frey in der Innenstadt von Frankfurt eingeladen. Der Inhaber dieses Caf\u00e9s war j\u00fcdischen Glaubens. Im Boxen kam ich auch voran und hatte in diesem Jahr an einigen Schauk\u00e4mpfen in Frankfurt und Offenbach teilgenommen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Abb_27_Collage_W_G_Sportler-1024x833.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3693\" width=\"768\" height=\"625\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Abb_27_Collage_W_G_Sportler-1024x833.jpg 1024w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Abb_27_Collage_W_G_Sportler-300x244.jpg 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Abb_27_Collage_W_G_Sportler-768x625.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Abb_27_Collage_W_G_Sportler-1536x1249.jpg 1536w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Abb_27_Collage_W_G_Sportler-2048x1666.jpg 2048w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Abb_27_Collage_W_G_Sportler-150x122.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption><sup>Von Walter Gr\u00fcnfeld angefertigte Collage mit Zeitungsartikeln und ihm als Sportler beim Landessportfest des \u201eBar Kochba Frankfurt am Main\u201c (Quelle: Waltraud Werner)<\/sup><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Obwohl Walter Gr\u00fcnfeld Ausgrenzung und Verfolgung erlebte und Teile seiner Familie in der Shoah verlor, sind seine Erinnerungen nicht verbittert, sondern vielmehr von Wehmut und der Liebe zu seiner Heimat gepr\u00e4gt. Walter Gr\u00fcnfeld selbst musste als sogenannter \u201aHelfer\u2018 bei der Deportation j\u00fcdischer Mainzer*innen am 30. September 1942 fungieren, der Deportation, auf deren Liste auch seine Tanten Dina und Johanna standen: <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Quotes_Beginn_grau-1024x855.png\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Quotes_Beginn_grau-1024x855.png\" width=\"88\" height=\"73\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#aec2d4\">Wir Helfer haben sowohl beim Aufladen in der Goetheschule wie auch beim Abladen am G\u00fcterbahnhof tatkr\u00e4ftig geholfen. Dies war auch sehr notwendig, da die armen Menschen mit ihrer doppelten, mitunter dreifachen Kleidung auf dem K\u00f6rper naturgem\u00e4\u00df sehr ungelenk waren. Aber was sollten sie machen, da sie nur Handgep\u00e4ck mitnehmen durften. In den Mittagsstunden waren die Waggons voll beladen. Dennoch fuhr der Zug erst gegen 18.00 Uhr zun\u00e4chst nach Darmstadt, die Landeshauptstadt des fr\u00fcheren Volksstaates Hessen, wozu auch Rheinhessen geh\u00f6rt hatte. Dort wurden sie wieder in einem Lager mit anderen hessischen Judentransporten in mehreren Tagen zusammengefasst. In Darmstadt wurden die Deportationstransporte f\u00fcr Polen und Theresienstadt zusammengestellt. Im Abstand von nur drei Tagen verlie\u00dfen am 27. und 30. September 1942 die Z\u00fcge Darmstadt zum Transport in den Tod. Die Geheime Staatspolizei (Gestapo), Staatspolizeistelle Darmstadt, \u00fcberschrieb die Namenslisten verschleiernd mit \u201eWohnsitzverlegung\u201c. Der Abschied von Dina und Johanna war schwer und voller Tr\u00e4nen, fuhren sie doch einem unheimlichen Ziel entgegen. Ich werde nie den letzten grauenvollen Blick meiner Tanten vergessen. Es wurde mir dabei bewusst, Leid adelt nicht, sondern entbl\u00f6\u00dft und erniedrigt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Walter Gr\u00fcnfeld, sein j\u00fcngerer Bruder Helmut und seine Eltern konnten die Zeit des Nationalsozialismus in der Region \u00fcberleben. Dass sie dies schafften, hing von der Hilfe anderer Familienmitglieder und guter Freunde ab, denen Walter Gr\u00fcnfeld am Ende seiner handschriftlich verfassten Erinnerungen dankt: <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Quotes_Beginn_grau-1024x855.png\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Quotes_Beginn_grau-1024x855.png\" width=\"88\" height=\"73\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#aec2d4\">Nun konnte ich ein neues Leben mit neuer Arbeit f\u00fcr die Zukunft anfangen. Wir waren frei. Zum Schluss bleibt nur Dank zu sagen f\u00fcr die Hilfe in schwieriger Zeit von deutschen Menschen, die auch in der schrecklichen Nazizeit zu verfolgten Menschen gestanden haben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Berkessel, Hans\/ Dold, Cornelia (Hrsg.): \u201eWir waren zun\u00e4chst mal froh, dass wir noch lebten.\u201c Die Erinnerungen Walter Gr\u00fcnfelds an seine Kindheit und Jugend in Mainz<br>ISBN 978-3-7344-1305-6 <br>160 S., 14,90 \u20ac<br>Auch als E-Book erh\u00e4ltlich<\/p>\n\n\n\n<p>Band 1 unserer Schriftenreihe kann \u00fcber den Wochenschau Verlag <a href=\"https:\/\/wochenschau-verlag.de\/Wir-waren-zunaechst-mal-froh-dass-wir-noch-lebten\/41305\"><strong>hier<\/strong><\/a> vorbestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/HdE_Einladung_Buchvorstellung_Gru\u0308nfeld_RZ_online_2021-5.pdf\">Hier<\/a> <\/strong>gelangen Sie zum Einladungsflyer zur \u00f6ffentlichen Buchvorstellung am 8. Juli 2021 in den Mainzer Kammerspielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Band 1 unserer Schriftenreihe \u201eErinnerungskultur und Demokratie\u201c handelt es sich um die kommentierten und edierten Erinnerungen des Mainzers Walter Gr\u00fcnfeld. 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