{"id":3417,"date":"2021-03-04T12:42:16","date_gmt":"2021-03-04T11:42:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/?page_id=3417"},"modified":"2023-02-06T16:18:53","modified_gmt":"2023-02-06T15:18:53","slug":"bm-dr-stefanie-hubig","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/projekte-ausstellungen\/projekte\/das-hde-im-gespraech-mit\/bm-dr-stefanie-hubig\/","title":{"rendered":"Im Gespr\u00e4ch mit &#8230; Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig"},"content":{"rendered":"\n<p><br>Dr. Stefanie Hubig ist seit 2016 rheinland-pf\u00e4lzische Bildungsministerin und bekam im Januar 2020 f\u00fcr ein Jahr die Pr\u00e4sidentschaft der Kultusministerkonferenz \u00fcbertragen. Mit ihr sprachen wir unter anderem \u00fcber die besonderen Herausforderungen f\u00fcr unser Bildungssystem, aber auch \u00fcber die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungsarbeit und Demokratiebildung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color has-small-font-size\"><br>Interview: Hans Berkessel | Februar 2021<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile has-background has-very-light-gray-background-color\" style=\"grid-template-columns:33% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"736\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/BM-1-Dr-Stefanie-Hubig_Foto-Peter-Bajer-2-736x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3420 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/BM-1-Dr-Stefanie-Hubig_Foto-Peter-Bajer-2-736x1024.jpg 736w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/BM-1-Dr-Stefanie-Hubig_Foto-Peter-Bajer-2-216x300.jpg 216w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/BM-1-Dr-Stefanie-Hubig_Foto-Peter-Bajer-2-768x1069.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/BM-1-Dr-Stefanie-Hubig_Foto-Peter-Bajer-2-1103x1536.jpg 1103w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/BM-1-Dr-Stefanie-Hubig_Foto-Peter-Bajer-2-1471x2048.jpg 1471w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/BM-1-Dr-Stefanie-Hubig_Foto-Peter-Bajer-2-108x150.jpg 108w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/BM-1-Dr-Stefanie-Hubig_Foto-Peter-Bajer-2-scaled.jpg 1839w\" sizes=\"auto, (max-width: 736px) 100vw, 736px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-very-light-gray-background-color has-background has-normal-font-size\"><strong>Zur Person<br><\/strong>Seit 2016 ist Dr. Stefanie Hubig rheinland-pf\u00e4lzische Ministerin f\u00fcr Bildung und in dieser Funktion verantwortlich f\u00fcr die Schulen und Kitas im Land. Im Januar 2020 wurde Hubig au\u00dferdem turnusgem\u00e4\u00df die Pr\u00e4sidentschaft der Kulturministerkonferenz (KMK) f\u00fcr ein Jahr \u00fcbertragen.&nbsp; <\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\"><sup>Foto: \u00a9 Peter Bajer<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Frau Ministerin, nun liegt ein Jahr Pr\u00e4sidentschaft der Kultusministerkonferenz hinter Ihnen, eine Zeit, die durch die Corona-Pandemie von besonderen Schwierigkeiten und Herausforderungen gepr\u00e4gt war. Wenn Sie heute Bilanz ziehen: Was konnte aus Ihrer Sicht erreicht werden? Welche Probleme und Themen stehen weiterhin auf der Agenda?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als ich die KMK-Pr\u00e4sidentschaft im Januar vergangenen Jahres angetreten habe, habe ich nicht erwartet, bei einer Pressekonferenz im M\u00e4rz zu verk\u00fcnden, dass wegen der Corona-Pandemie deutschlandweit alle Schulen geschlossen werden sollen. Das war keine leichte Entscheidung, und auch die darauffolgenden Monate brachten teilweise schwierige Entscheidungen mit sich. Es ging darum, wie das Recht auf Bildung gew\u00e4hrleistet und damit abgewendet werden kann, dass es zu einer neuen Schieflage bei der Bildungsgerechtigkeit kommt. Das sind Fragen, mit denen wir uns heute, morgen und auch \u00fcbermorgen noch befassen m\u00fcssen. Das Virus wird irgendwann unter Kontrolle sein, aber auch die Schulschlie\u00dfungen machen etwas mit den Kindern und Jugendlichen. Darum m\u00fcssen wir uns k\u00fcmmern. Deshalb habe ich mich immer f\u00fcr m\u00f6glichst viel Pr\u00e4senzunterricht stark gemacht. Aber wenngleich Corona die bildungspolitische Debatte bestimmte, haben wir auf KMK-Ebene auch an anderen Baustellen gearbeitet \u2013 etwa der Vergleichbarkeit der Bildungssysteme in den L\u00e4ndern \u2013 und das sehr erfolgreich. Wir haben nach jahrelangen Verhandlungen eine Vereinbarung f\u00fcr mehr Transparenz, Einheitlichkeit und Qualit\u00e4t im Bildungswesen abgeschlossen und eine Kommission gegr\u00fcndet, die k\u00fcnftig die KMK wissenschaftlich ber\u00e4t. Damit haben wir ma\u00dfgebliche Weichen f\u00fcr die Bildungspolitik der n\u00e4chsten Jahre, wahrscheinlich sogar der n\u00e4chsten Jahrzehnte gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p><br><br><strong><strong>In Ihrer Regierungserkl\u00e4rung \u201eDemokratie macht Schule: Rheinland-Pfalz st\u00e4rkt Demokratiebildung, Erinnerungskultur und europ\u00e4isches Miteinander\u201c vor gut zwei Jahren haben Sie der Erinnerungskultur und Demokratiebildung eine zentrale Rolle zugewiesen. Welche substanziellen Fortschritte konnten hier inzwischen gemacht werden? Mit welchen Ma\u00dfnahmen wollen Sie sicherstellen, dass die Bedeutung dieser zentralen Eckpunkte auch im schulischen Alltag vieler Schulen im konkreten Handeln sichtbar wird?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Demokratielernen ist f\u00fcr mich neben Lesen, Schreiben, Rechnen und der digitalen Bildung eine Kernkompetenz, die die Schule jungen Menschen f\u00fcr eine gute Zukunft mitgeben muss. Wir waren hier in Rheinland-Pfalz bereits gut aufgestellt und sind in den vergangenen Jahren weitere wichtige Schritte gegangen. Der Rolle der Lehrkraft kommt dabei eine hervorgehobene Bedeutung zu. Um Schulen und Lehrkr\u00e4fte bei ihrer wichtigen Aufgabe noch besser inspirieren, beraten und unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen, wurden deshalb am P\u00e4dagogischen Landesinstitut die Koordinierungsstelle f\u00fcr schulische Demokratiebildung und die Koordinierungsstelle f\u00fcr Gedenkarbeit und Zeitzeugenbegegnungen eingerichtet. Zu Beginn des vergangenen Jahres haben wir mit einer neuen Richtlinie die finanzielle F\u00f6rderung von Schulfahrten zu Gedenkst\u00e4tten, Kooperationsprojekten der Gedenkarbeit oder Veranstaltungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erweitert. Denn Demokratielernen braucht auch au\u00dferschulische Lernorte und Begegnungen. Ein unverzichtbares Forum bleibt f\u00fcr uns au\u00dferdem der rheinland-pf\u00e4lzische Demokratietag, der im November 2020 erstmals rein digital stattfand. Mit der \u00dcberarbeitung des Lehrplans der Sekundarstufe I f\u00fcr die gesellschaftswissenschaftlichen F\u00e4cher wollen wir k\u00fcnftig sicherstellen, dass zudem jede weiterf\u00fchrende Schule einen eigenen Demokratietag bekommt. Wir wissen, dass es an unseren Schulen hier bereits ganz viel Engagement und gute Ideen gibt \u2013 das wollen wir best\u00e4rken.<br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie1-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3421\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie1-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie1-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie1-150x84.jpg 150w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br><br><strong>Erste Studien sowie R\u00fcckmeldungen aus der Praxis zeigen, dass die Corona-Pandemie durch die Einschr\u00e4nkungen beim Pr\u00e4senzunterricht nicht nur Folgen f\u00fcr den Kompetenz- und Wissenserwerb und die damit verbundenen Bildungsabschl\u00fcsse hat, sondern dass sich insbesondere die herkunftsbedingten Ungerechtigkeiten unseres Bildungssystems versch\u00e4rfen. Welche Antworten hat die Bildungspolitik auf diese Herausforderung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Wir haben in den vergangenen Jahren vieles erreicht f\u00fcr mehr Gerechtigkeit, Durchl\u00e4ssigkeit und Chancen in der Bildung: durch die umfassende Geb\u00fchrenfreiheit, mit Konzepten zur individuellen F\u00f6rderung, durch den Ganztagsausbau, durch zus\u00e4tzliches Personal und Mittel \u2013 etwa f\u00fcr die Schulsozialarbeit. Vor der Pandemie wurde uns in Rheinland-Pfalz bescheinigt, dass in keinem anderen Bundesland der Bildungserfolg weniger von der Herkunft bestimmt ist. Daran m\u00fcssen wir weiter arbeiten. Uns ist bewusst, dass manche Kinder und Jugendliche durch die Schulschlie\u00dfungen besonders von einer Bildungsbenachteiligung bedroht sind. Das kann aus einer wenig lernf\u00f6rderlichen Umgebung zuhause resultieren, aus fehlender Anleitung und Unterst\u00fctzung durch das Umfeld, durch fehlende technische M\u00f6glichkeiten \u2013 in allen diesen Punkten haben wir im vergangenen Jahr fr\u00fch gegengesteuert und bleiben an diesem zentralen Thema dran, denn Kinder d\u00fcrfen nicht zu den Verlierern dieser Krise werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben etwa bei der Digitalisierung ordentlich nachgelegt und haben eine Sommer- und eine Herbstschule organisiert, in denen Kinder und Jugendliche R\u00fcckst\u00e4nde in Deutsch und Mathematik aufholen konnten. Um zus\u00e4tzliche Vertretungsbedarfe, die sich aus der Krise ergeben, zu kompensieren, wurden zus\u00e4tzlich knapp 50 Millionen Euro f\u00fcr schulisches Personal bereitgestellt. Etwa 700 Stellen k\u00f6nnen damit finanziert werden. Au\u00dferdem haben wir in Rheinland-Pfalz ein breites Ma\u00dfnahmenpaket auf den Weg gebracht, um Kinder und Jugendliche gezielt zu st\u00e4rken. Wir wollen mehr und neue F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten, insbesondere im Rahmen des schulischen Ganztags und bauen das Programms \u201eStarke Schulen, Schule st\u00e4rken\u201c aus, bei dem Schulen in herausfordernder Lage unterst\u00fctzt werden. Auch das Programm \u201eKeiner ohne Abschluss\u201c ist ein wichtiger Baustein. Gemeinsam mit den Volkshochschulen werden wir bereits ab dem Fr\u00fchjahr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Kleingruppen am Nachmittag in Deutsch und Mathematik unterst\u00fctzen und weiten zudem die Feriensprachkurse f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit Deutschf\u00f6rderbedarf aus. Damit wir noch passgenauer auf die individuellen Unterst\u00fctzungsbedarfe der Kinder und Jugendlichen eingehen k\u00f6nnen, werden wir zus\u00e4tzliche Angebote f\u00fcr spezielle Zielgruppen machen, beispielsweise f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus sozial benachteiligten Haushalten oder mit Migrationshintergrund. Dabei arbeiten wir zusammen mit Haydee!, einem Verein, der ehrenamtliche Nachhilfelehrerinnen und -lehrer als Lernpaten mit unterst\u00fctzungsbed\u00fcrftigen Kindern digital verkn\u00fcpft. Dazu kommt die bereits etablierte Kooperation mit Corona School e.&nbsp;V., die Studierende mit Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern zur Nachhilfe vernetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><br><br><strong><strong>Soweit Unterricht zurzeit \u00fcberhaupt als Wechselunterricht oder \u201ehomeschooling\u201c stattfinden kann, bewirken Abstands- und Hygiene-Regeln didaktisch-methodisch eher einen Rollback zum Frontalunterricht, da Gruppen-, Projekt- und andere Formen eines offenen Unterrichts in der Regel nicht mehr durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Wie wollen Sie diesem Verlust an Partizipation und interaktivem Lernen begegnen, um langfristigen Folgen f\u00fcr eine demokratische Lernkultur entgegenzuwirken?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da muss man genau hinschauen und kann nicht pauschalieren. Kollaboratives Lernen, Lernen in Projekten und individualisiertes Lernen in eigenem Tempo k\u00f6nnen mithilfe digitaler Tools im Distanzunterricht sehr gut umgesetzt werden. Partizipation und interaktives Lernen m\u00fcssen nicht zwangsl\u00e4ufig auf der Strecke bleiben \u2013 es kommt aber darauf an, dass und wie dieser Lernprozess gesteuert wird. Es bieten sich also auch Chancen. Und all diese Erfahrungen wollen wir f\u00fcr die Zeit nach der Pandemie mitnehmen und Unterrichtskonzepte und Schulorganisation entsprechend weiterentwickeln. Aber ohne den pers\u00f6nlichen Kontakt vor Ort geht ohne Frage auch viel verloren. Dazu kommt, dass Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu Hause sehr unterschiedliche Lern- und Arbeitsbedingungen vorfinden. Gerade deshalb war und ist es mir ja so wichtig, m\u00f6glichst schnell wieder zu m\u00f6glichst viel Pr\u00e4senz zur\u00fcckzufinden. Ich w\u00fcnsche mir au\u00dferdem, dass alle an Schule Beteiligten noch viel mehr die positiven Seiten der pers\u00f6nlichen Begegnungen zu sch\u00e4tzen wissen und gleichzeitig die Chancen der Digitalisierung weiter nutzen. Wenn das gelingt, kann die demokratische Lernkultur gewinnen statt verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie2-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3422\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie2-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie2-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie2-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie2-150x84.jpg 150w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie2.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br><br><strong><strong>Zu den Hauptkritikpunkten an der gegenw\u00e4rtigen Situation an Schulen geh\u00f6ren die immer wieder beklagten Defizite hinsichtlich technischer Ausstattung (Endger\u00e4te, WLAN, Lernplattformen&#8230;) und der didaktisch-methodischen Vorbereitung der Lehrkr\u00e4fte auf den digitalen Fernunterricht, wie zuletzt eine repr\u00e4sentative Umfrage des \u201eDeutschen Schulbarometers\u201c ergeben hat. Wurde die Zeit seit der ersten Pandemie-Welle im Fr\u00fchjahr 2020 nicht ausreichend genutzt? Mit welchen Ma\u00dfnahmen soll hier eine Verbesserung erreicht werden?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man kann in einem Jahr nicht umsetzen, wof\u00fcr man ohne Pandemie f\u00fcnf Jahre gebraucht h\u00e4tte. Aber Corona hat bei der digitalen Bildung sicherlich als Beschleuniger gewirkt. Es ist seit dem ersten Lockdown viel passiert, bei der Ausstattung \u2013 \u00fcber 90.000 Tablets und Laptops wurden beschafft \u2013 mit zus\u00e4tzlichen Mitteln f\u00fcr die Administration, mit einer datenschutzkonformen Videokonferenzl\u00f6sung, einem enormen Aufwuchs bei der Serverleistung, und auch bei der Lehrerfortbildung haben wir in Rheinland-Pfalz vorgelegt mit neuen und zus\u00e4tzlichen Angeboten. Denn \u2013 das ist ganz wichtig \u2013 Corona hat die Einstellung zur Digitalisierung bei vielen im Schulbetrieb ge\u00e4ndert. Da, wo vorher Bedenken in den Kollegien waren, ist jetzt vielerorts mehr Offenheit und ein Fokus auf den Chancen. Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen und wo wir hin m\u00fcssen, aber wir holen schnell auf.<\/p>\n\n\n\n<p><br><br><strong><strong>Ein weiterer Kritikpunkt aus Lehrer*innen- und Schulleitungssicht sind mangelnde Sicherheitsma\u00dfnahmen f\u00fcr die Gesundheit der Lehrkr\u00e4fte und der Sch\u00fcler*innen. Warum wurde nicht mehr z. B. in zus\u00e4tzliche L\u00fcftungsanlagen, FFP2-Masken oder mehr Personal zur Schaffung kleinerer Lerngruppen investiert? Warum wurden die Lehrkr\u00e4fte bei der Impfung nicht \u00e4hnlich wie Klinik- und Pflegepersonal vorrangig ber\u00fccksichtigt?<\/strong><\/strong><br><br>Alleine f\u00fcr zus\u00e4tzliches Vertretungspersonal im Zuge der Corona-Pandemie hat das Land fast 50 Millionen Euro bereitgestellt. Alle Lehrkr\u00e4fte k\u00f6nnen sich kostenlos und anlasslos testen lassen, wenn sie das f\u00fcr n\u00f6tig halten. F\u00fcr mobile L\u00fcftungsanlagen haben wir in Rheinland-Pfalz \u2013 \u00fcbrigens als eines von wenigen Bundesl\u00e4ndern \u2013 einen F\u00f6rdertopf mit noch einmal 6 Millionen Euro erm\u00f6glicht. Und selbstverst\u00e4ndlich wurden die Schulen mit Masken versorgt: 500.000 FFP2-Masken, eine Million OP-Masken und zus\u00e4tzliche Alltagsmasken f\u00fcr alle Lehrerinnen und Lehrer, die bei Bedarf nachgeliefert werden. Grundschulen sowie F\u00f6rderschulen mit dem F\u00f6rderschwerpunkt ganzheitliche und motorische Entwicklung haben zudem sogenannte Faceshields als zus\u00e4tzlichen Schutz zur Maske bei sehr nahen Begegnungen erhalten. Beim Thema Gesundheitsschutz und Hygiene sind unsere Schulen sehr gut aufgestellt \u2013 Dr. Wolfgang Kohnen von der Unimedizin Mainz hat erst k\u00fcrzlich gelobt, dass die Schulen die Hygieneregeln nicht nur engagiert, sondern vor allem erfolgreich umsetzen. Auch bei den Impfungen konnten wir erreichen, dass Erzieherinnen und Erzieher sowie Grund- und F\u00f6rderschullehrkr\u00e4fte priorisiert wurden, weil sie h\u00e4ufig sehr nah mit den Kindern arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie3-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3423\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie3-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie3-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie3-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie3-150x84.jpg 150w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie3.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br><br><strong><strong>Die ohnehin schon vorhandenen Spaltungstendenzen in unserer Gesellschaft durch Hass und Hetze auf den Stra\u00dfen und in den Online-Foren scheinen durch die sogenannten \u201aQuerdenker*innen\u2018, Pandemie-Leugner*innen und Anh\u00e4nger*innen von Verschw\u00f6rungsmythen noch versch\u00e4rft zu werden. Welche Aufgaben und welche Mittel haben Ihres Erachtens Bildung und Schule um dem nachhaltig entgegenzuwirken?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schule tr\u00e4gt hier eine gro\u00dfe Verantwortung. Es geht darum, junge Menschen auf das Zusammenleben in einer offenen, pluralen Gesellschaft vorzubereiten. Es geht darum, Demokratie vorzuleben, erlebbar zu machen und Pr\u00e4ventionsarbeit gegen Hass und Hetze zu leisten. Alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sollen Schule als einen Lebensraum erfahren, in dem sie ihre Gedanken, Fragen und \u00c4ngste \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen und ernst genommen werden. In diesem Sinne k\u00f6nnen Kontroversen, die in der Gesellschaft gef\u00fchrt werden, in der Schule auch immer Anl\u00e4sse zur Auseinandersetzung \u00fcber die Werte und Grundpfeiler unseres Zusammenlebens sein. Schule kann und muss hier auch ein ganz klares Korrektiv sein zu den vielen Fake News, Verk\u00fcrzungen, Verschw\u00f6rungsmythen, die unsere Gesellschaft belasten. Nachhaltigkeit ist dabei ein wichtiges Stichwort, denn Hass und Hetze begegnet man nicht mit zwei Stunden Sozialkunde, und danach ist es gut: Das ist ein Prozess, ein st\u00e4ndiges sich M\u00fchen, Diskutieren und Engagieren. Aber diese M\u00fche zahlt sich aus \u2013 in Freiheit, Frieden und Vielfalt.<\/p>\n\n\n\n<p><br><br><strong><strong>Wie k\u00f6nnen erinnerungskulturelle Kompetenzen und Demokratiebildung bei m\u00f6glichst vielen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern in Rheinland-Pfalz auf- und ausgebaut werden? Welche Rolle spielen dabei Gedenkst\u00e4tten und Erinnerungsorte unserer Demokratiegeschichte?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das au\u00dferschulische Erfahren und Erleben hat eine ganz wichtige Bedeutung. Um Geschichte, Demokratie, Erinnerungskultur begreifen zu k\u00f6nnen, hilft es ungemein, sich vor Ort damit auseinanderzusetzen. Hervorragende Ankn\u00fcpfungspunkte hierf\u00fcr bieten das Hambacher Schloss, das Museum f\u00fcr Stadtgeschichte in Landau, die Gedenkst\u00e4tten \u2013 etwa in Hinzert oder Osthofen \u2013, der Rittersturz in Koblenz, der Westwall, eine Spurensuche zur Mainzer Republik \u2013 unser Land ist voll von beeindruckenden Lern- und Erinnerungsorten. Entsprechende schulische Projekte werden vom Land gef\u00f6rdert. Nicht zu vergessen ist aber auch die j\u00fcngere Demokratiegeschichte: Wir arbeiten seit Jahren erfolgreich mit der \u201eBundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur\u201c zusammen, um Aspekte der friedlichen Revolution und der Selbstbefreiung der Ostdeutschen in Fortbildungen \u2013 beispielsweise auch im Rahmen einer Partnerschaft mit Sachsen \u2013 facettenreicher beleuchten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie4-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3424\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie4-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie4-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie4-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie4-150x84.jpg 150w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Folie4.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br><strong>Eine Expertenkommission der \u201eZukunftsinitiative Rheinland-Pfalz\u201c (ZIRP) hat im Ergebnisbericht des dreij\u00e4hrigen Projekts \u201eWIR 2030. Zusammenleben, Gerechtigkeit, Teilhabe\u201c f\u00fcr den Bereich Bildung gefordert: Das Bildungssystem solle flexibel und durchl\u00e4ssig sein, eine hohe Partizipation gew\u00e4hrleisten und einen niedrigschwelligen Zugang zu lebenslangem Lernen erm\u00f6glichen. Was sind Ihre Zukunftsvisionen eines leistungsstarken, gleichzeitig gerechten und partizipativen Bildungssystems?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bildung muss unabh\u00e4ngig vom Einkommen und Herkunft f\u00fcr alle Kinder und Jugendliche m\u00f6glich sein \u2013 das ist das Ziel, und auf dem Weg dorthin sind wir in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren gro\u00dfe Schritte gegangen. In keinem anderen Bundesland h\u00e4ngt der Bildungserfolg weniger von der Herkunft ab, das ist ein sch\u00f6ner Erfolg. Unser Bildungssystem h\u00e4lt viele Wege offen und bietet Chancen. Aber es ist klar: Das ist noch nicht genug und deshalb arbeiten wir st\u00e4ndig weiter. Ein nach den aktuellen Erfahrungen naheliegendes und sehr konkretes Ziel ist die digitale Lernmittelfreiheit. Eine neue Lernkultur beinhaltet auch den Ausbau der Partizipation in allen Bereichen des Schullebens, dabei sind wir mit der Novellierung des Schulgesetzes vorangekommen. Au\u00dferdem wollen wir Kooperation nicht nur innerhalb der Schule, sondern auch regionale und \u00fcberregionale Kontakte und Kooperationen mit au\u00dferschulischen Partnerinnen und Partnern. Das kann riesige Mehrwerte schaffen. Dazu geh\u00f6rt f\u00fcr mich der weitere Ausbau des Ganztagsangebotes in Rheinland-Pfalz, damit einfach mehr Zeit und p\u00e4dagogische Spielr\u00e4ume bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p><br><br><strong>Welche Ma\u00dfnahmen erscheinen Ihnen geeignet und notwendig, um politische Teilhabe im Sinne des Demokratie-Lernens und -(er)Lebens in der Schule mit Verantwortungs\u00fcbernahme und Selbstwirksamkeitserfahrungen f\u00f6rdern zu k\u00f6nnen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen, dass unsere Kinder aktive, engagierte und politisch denkende Menschen werden. Deshalb m\u00fcssen wir die Basis daf\u00fcr fr\u00fch schaffen. Das f\u00e4ngt in der Kita an und setzt sich in der Schule fort. Unsere Schulen sind Orte der politischen Bildung, in denen Demokratie gelebt und als Wert erlebbar wird. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler lernen die Bedeutung unserer Demokratie kennen. Dabei spielt neben der historisch-politischen Bildung die aktive Partizipation in der Schulgemeinschaft, etwa durch Klassenr\u00e4te, Jahrgangsstufenversammlungen und die Sch\u00fcler*innenvertretung, eine wichtige Rolle. Deshalb haben wir mit der Schulgesetznovelle die Mitbestimmungsrechte der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gest\u00e4rkt, deshalb forcieren wir Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte, mehr Partizipation im gesamten Schulleben umzusetzen. Wenn Kinder und Jugendliche beteiligt werden und Verantwortung \u00fcbernehmen d\u00fcrfen, erfahren sie auf diesem Weg pers\u00f6nliche Wertsch\u00e4tzung und treten f\u00fcr etwas ein. Wir haben da viele ermutigende Beispiele im Land. Dennoch wollen und m\u00fcssen wir erreichen, dass die Demokratieerziehung noch st\u00e4rker verankert wird. Die Schulleitungen und die Schulverwaltung spielen dabei eine zentrale Rolle, was beispielsweise in unserem Orientierungsrahmen Schulqualit\u00e4t zum Ausdruck kommt \u2013 ein wichtiges Instrument f\u00fcr die Weiterentwicklung der Schulen.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Welche Bedeutung hat f\u00fcr Sie die Medienkompetenz der jungen Menschen zur Sicherung unserer Demokratie und einer offenen vielf\u00e4ltigen Gesellschaft im Blick auf z. B. hate speech, fake news, darknet, social bots usw.? Welche M\u00f6glichkeiten zur Unterst\u00fctzung der Schulen und Kollegien sehen Sie hier?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Meinungsbildung, politische Entscheidungsfindung, Partizipation finden zu gro\u00dfen Teilen \u00fcber Medien und gerade bei Jugendlichen \u00fcber social media statt, insofern ist Demokratiebildung notwendigerweise immer auch Medienbildung. Der kompetente Umgang mit der medialen Vielfalt \u2013 analog und digital \u2013 ist f\u00fcr die Demokratie essentiell. Medienbildung ist deshalb als Querschnittsthema Aufgabe der gesamten Schulbildung \u2013 wie die Demokratiebildung auch \u2013, andererseits aber ein besonderes Thema f\u00fcr die Pr\u00e4ventionsarbeit, f\u00fcr die Demokratiep\u00e4dagogik und f\u00fcr die politische Bildung in der Schule. In Rheinland-Pfalz setzen wir ja schon lange und erfolgreich auf diese F\u00f6rderung im Landesprogramm \u201eMedienkompetenz macht Schule\u201c. Dazu geh\u00f6ren Fortbildungen \u2013 etwa zum Jugendmedienschutz. An mehr als 200 weiterf\u00fchrenden Schulen in Rheinland-Pfalz werden ebenso Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu Medienscouts qualifiziert, die schulinterne Ma\u00dfnahmen und Kooperationen im Rahmen regionaler Medienkompetenznetzwerke anregen. Seit vergangenem Jahr gibt es au\u00dferdem die landesweite Woche der Medienkompetenz. Besonders wichtig ist es, die Expertinnen und Experten und die Praktikerinnen und Praktiker aus den Bereichen Demokratiebildung, Gewaltpr\u00e4vention und Medienbildung zu vernetzen, dazu haben wir in den letzten Jahren Initiativen f\u00fcr den schulischen Bereich verst\u00e4rkt. Das B\u00fcndnis \u201eDemokratie gewinnt!\u201c unter der Schirmherrschaft von Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer bietet f\u00fcr die Vernetzung des Knowhows hier einen hervorragenden Rahmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Stefanie Hubig ist seit 2016 rheinland-pf\u00e4lzische Bildungsministerin und bekam im Januar 2020 f\u00fcr ein Jahr die Pr\u00e4sidentschaft der Kultusministerkonferenz \u00fcbertragen. Mit ihr sprachen wir unter anderem \u00fcber die besonderen Herausforderungen f\u00fcr unser Bildungssystem, aber auch \u00fcber die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungsarbeit und Demokratiebildung. Interview: Hans Berkessel | Februar 2021&#8230;<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/projekte-ausstellungen\/projekte\/das-hde-im-gespraech-mit\/bm-dr-stefanie-hubig\/\"><span>Weiterlesen<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":1840,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"episode_type":"","audio_file":"","podmotor_file_id":"","podmotor_episode_id":"","cover_image":"","cover_image_id":"","duration":"","filesize":"","filesize_raw":"","date_recorded":"","explicit":"","block":"","ngg_post_thumbnail":0,"_price":"","_stock":"","_tribe_ticket_header":"","_tribe_default_ticket_provider":"","_tribe_ticket_capacity":"0","_ticket_start_date":"","_ticket_end_date":"","_tribe_ticket_show_description":"","_tribe_ticket_show_not_going":false,"_tribe_ticket_use_global_stock":"","_tribe_ticket_global_stock_level":"","_global_stock_mode":"","_global_stock_cap":"","_tribe_rsvp_for_event":"","_tribe_ticket_going_count":"","_tribe_ticket_not_going_count":"","_tribe_tickets_list":"[]","_tribe_ticket_has_attendee_info_fields":false,"footnotes":"","_tec_slr_enabled":"","_tec_slr_layout":""},"class_list":["post-3417","page","type-page","status-publish","hentry"],"ticketed":false,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3417","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3417"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3417\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5812,"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3417\/revisions\/5812"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1840"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3417"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}