{"id":1863,"date":"2020-04-30T17:29:33","date_gmt":"2020-04-30T15:29:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/?page_id=1863"},"modified":"2020-05-02T11:57:40","modified_gmt":"2020-05-02T09:57:40","slug":"im-gespraech-mit-regine-gabriel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/projekte-ausstellungen\/projekte\/das-hde-im-gespraech-mit\/im-gespraech-mit-regine-gabriel\/","title":{"rendered":"Im Gespr\u00e4ch mit &#8230; Regine Gabriel"},"content":{"rendered":"\n<p>   <\/p>\n\n\n\n<p>Knapp 30 Jahre lang arbeitete Regine Gabriel als P\u00e4dagogin in der Gedenkst\u00e4tte Hadamar. Wir sprechen mit ihr \u00fcber Gedenkst\u00e4ttenp\u00e4dagogik mit Kindern und der Arbeit an einem historischen Ort, der T\u00f6tungsanstalt der sogenannten Aktion T4 war und in dem die Nationalsozialisten etwa 15.000 Menschen ermordeten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-small-font-size has-very-dark-gray-color\"><br>Interview: Dr. Cornelia Dold &amp; Janika Schiffel | April 2020<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-background has-very-light-gray-background-color is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:33% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"980\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/P1000457-1024x980.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1892\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/P1000457-1024x980.jpg 1024w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/P1000457-300x287.jpg 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/P1000457-768x735.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/P1000457-1536x1469.jpg 1536w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/P1000457-2048x1959.jpg 2048w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/P1000457-150x143.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-background has-normal-font-size has-very-light-gray-background-color\"><strong>Zur Person<br><\/strong>Regine Gabriel war von 1989 bis 2019 als P\u00e4dagogin an der Gedenkst\u00e4tte Hadamar t\u00e4tig und dort mit dem Aufbau und der Entwicklung der p\u00e4dagogischen Arbeit betraut. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit lag dabei insbesondere auf der Jugend- und Kinderbildung. Sie ist dar\u00fcber hinaus Theaterp\u00e4dagogin BuT und schloss ihr Studium mit dem ersten und zweiten Staatsexamen f\u00fcr die F\u00e4cher Deutsch und Politik f\u00fcr das Lehramt an Gymnasien ab.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><br><strong>Wie war es f\u00fcr Sie pers\u00f6nlich, an einem solchen Ort zu arbeiten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch hatte das Gl\u00fcck, in einem politischen Elternhaus gro\u00df zu werden, im Frankfurter Westend, in dem ab Mitte der 1960er Jahre politisch immer etwas los war. Das hat sich auch auf meinen Politikunterricht ausgewirkt. Was hei\u00dft, bei mir in der Schule kam das Thema Nationalsozialismus vor! Elternhaus und Schule waren sicher so pr\u00e4gend, dass ich mich immer mehr f\u00fcr den Themenbereich NS und Judenverfolgung interessierte.<br>Dass ich letztendlich an der NS-\u201aEuthanasie\u2018-Gedenkst\u00e4tte in Hadamar gelandet bin, war reiner Zufall und einem Wohnortwechsel geschuldet. Anfangs fand ich den Keller mit der ehemaligen Gaskammer, dem Sezierraum und dem Standort der Krematorien \u00e4u\u00dferst belastend. Ich habe mir den Eigenschutz genommen, Gruppen nicht immer in diesen Keller mit zu begleiten. Das war zu einer Zeit, in der ich alleine Gruppenbegleitungen gemacht habe.<br>Sp\u00e4ter war ich in der gesamten Gedenkst\u00e4tte zu Hause. Das hei\u00dft, je mehr ich mich mit den Menschen, die in Hadamar ermordet worden waren, besch\u00e4ftigte, je mehr ich \u00fcber die Familien erfahren habe, desto vertrauter wurden mir die Geschichten und damit auch die R\u00e4ume. Dazu geh\u00f6rt auch der Friedhof auf dem Gel\u00e4nde, auf dem w\u00e4hrend der dezentralen \u201aEuthanasie\u2018 1942\u20131945 circa 4.500 Menschen in Massengr\u00e4bern verscharrt wurden. Dieser Friedhof war f\u00fcr mich immer Gedenkort und R\u00fcckzugsort.<br>Ich bin der \u00dcberzeugung, um in einer NS-Gedenkst\u00e4tte zu arbeiten, bedarf es viel Humor, meistens gute Laune und Kolleg*innen mit denen man \u00fcber Gott und die Welt reden und auch schon mal streiten kann.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild_Zitat_Gabriel-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1870\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild_Zitat_Gabriel-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild_Zitat_Gabriel-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild_Zitat_Gabriel-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild_Zitat_Gabriel-150x84.jpg 150w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild_Zitat_Gabriel.jpg 1167w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br><strong>Was erwartet Sch\u00fcler*innen an diesem historischen Gedenkort? Wie sehen idealerweise Vor- und Nachbereitung eines Besuches der Gedenkst\u00e4tte aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eZun\u00e4chst kommen Sch\u00fcler*innen in ein Krankenhaus. Die Seminarr\u00e4ume der Gedenkst\u00e4tte befinden sich in einem Krankenhausbau von 1883. Das Hochparterre mit hellen R\u00e4umen, l\u00e4sst keine \u201aunguten\u2018 Gef\u00fchle aufkommen. \u00dcblicherweise werden die Sch\u00fcler*innen zu einem Einf\u00fchrungsvortrag in das Thema NS-\u201aEuthanasie\u2018-Verbrechen in Hadamar im Seminarraum erwartet. Danach beginnt der Rundgang \u00fcber das Gel\u00e4nde mit dem Besuch der historischen Orte wie Busgarage, Keller, Friedhof. Bei diesem Rundgang lernen die Sch\u00fcler*innen mithilfe von Biografiekarten eine Auswahl der ermordeten Menschen kennen. Sie sollen sich die Geschichte durch Geschichten und Bilder aneignen. Immer wieder gibt es in den drei Stunden, die eine Regelbegleitung dauert, Gespr\u00e4chsm\u00f6glichkeiten.<br>Zur Vorbereitung in der Schule geh\u00f6rt unbedingt die Einordung des NS-Krankenmordes in den Kontext der NS-Verbrechen und des Vernichtungssystems. Der Krankenmord ist eine Besonderheit, deren Abgrenzung zur Ausgrenzung bis hin zur Ermordung der J\u00fcdinnen*Juden, deutlich gemacht werden muss.<br>F\u00fcr die Nachbereitung sollte es unbedingt Raum geben, in dem die Sch\u00fcler*innen auch \u00fcber ihre Emotionen sprechen k\u00f6nnen, was der gesch\u00fctzte Raum Schule h\u00e4ufig erleichtert.<br>Besonders eindr\u00fccklich sind Nachbereitungen, die in kleineren Projekten wie zum Beispiel einer Ausstellung gipfeln.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Gibt es ein Projekt oder eine Besuchergruppe, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNach 30 Berufsjahren in der Gedenkst\u00e4tte Hadamar ist das eine schwierige Frage. Es gab immer wieder Gruppen, Einzelpersonen, Projekte, die etwas \u201aBesonderes\u2018 waren. Vielleicht waren die Theaterprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die, die f\u00fcr mich einerseits au\u00dferordentlich anstrengend waren, aber gleichzeitig auch am erfolgreichsten gezeigt haben, wie nachhaltige Gedenkst\u00e4ttenarbeit auch gehen kann. Zu beobachten, wie die Teilnehmer*innen dieser Projekte mit Mitteln der Theaterarbeit aus sich selbst herauswachsen, selbstbewusster und sicherer im Auftreten werden, pl\u00f6tzlich eine laute Stimme erheben k\u00f6nnen, das ist einfach gro\u00dfartiges Lernen. F\u00fcr diese Erfahrungen bin ich unendlich dankbar. Denn ohne dass sich Teilnehmer*innen auf solche Lernprozesse einlassen, gibt es eben auch solche Projekte nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Welche Besonderheiten lassen sich bei der gedenkst\u00e4ttenp\u00e4dagogischen Arbeit mit Kindern feststellen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas f\u00fcr mich Auff\u00e4lligste ist die Tatsache, dass Kinder an diesem Ort mit seinen Geschichten nicht zu \u00fcberfordern sind. Kinder nehmen nur so viele Informationen auf, wie sie verarbeiten k\u00f6nnen. Wird es ihnen zu viel, entziehen sie sich, indem sie unaufmerksam werden oder gar den Seminarraum verlassen. Dann ist Pause angesagt. Danach kann es weitergehen.<br>Zentral ist meiner Meinung nach auch, dass ein Gedenkst\u00e4ttenbesuch eine kreative Herausforderung f\u00fcr die Gedenkst\u00e4ttenmitarbeiter*innen ist. Und dass es Mut zur historischen L\u00fccke geben darf und muss.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Wie nehmen Kinder den Ort wahr und welche Fragen ergeben sich h\u00e4ufig?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie historischen Kellerr\u00e4ume nehmen die Kinder in aller Regel als extrem klein und eng wahr. Sie k\u00f6nnen fast nicht glauben, dass es nur eine Gaskammer gab. Alle anderen R\u00e4ume, wie Seminar- und Ausstellungsraum oder Busgarage und Innenhof, erobern sich die Kinder sehr schnell. Sie verlieren dann auch die Scheu, sich frei und laut in der Gedenkst\u00e4tte zu bewegen.<br>Die h\u00e4ufigste Frage ist die, wie es sein kann, dass Menschen anderen Menschen so viel Leid zuf\u00fcgen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Wie sch\u00e4tzen Sie die Rolle der Eltern bei Gedenkst\u00e4ttenbesuchen von Kindern ein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Rolle der Eltern ist eine ganz zentrale. Denn wenn Eltern sich strikt gegen einen Besuch ihrer Kinder in der Gedenkst\u00e4tte aussprechen, muss das respektiert werden. Daher ist die Arbeit mit den Eltern genauso wichtig, wie die mit den Kindern. Es hilft, wenn die Eltern im Vorfeld die Gedenkst\u00e4tte kennenlernen konnten. Idealerweise im Kontext mit einem Elternabend, der dann in der Gedenkst\u00e4tte stattfindet. Es ist immer wichtig, die \u00c4ngste der Eltern wahr- und ernst zu nehmen, denn um diese geht es. Dass die Kinder vor den schrecklichen Ereignissen gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen, ist ein vorgeschobenes Argument, um sich nicht mit den eigenen erwachsenen \u00c4ngsten zu besch\u00e4ftigen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild_Zitat_Gabriel_2-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1878\" srcset=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild_Zitat_Gabriel_2-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild_Zitat_Gabriel_2-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild_Zitat_Gabriel_2-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild_Zitat_Gabriel_2-150x84.jpg 150w, https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild_Zitat_Gabriel_2.jpg 1464w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br><strong>H\u00e4ufig wird infrage gestellt, ob Gedenkst\u00e4ttenp\u00e4dagogik f\u00fcr Kinder geeignet ist. Wo liegt aus Ihrer Sicht der Gewinn von Bildungsarbeit mit Kindern an einem historischen Lernort?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch glaube diese Frage kann man so nicht stellen. Es geht ja nicht um Gedenkst\u00e4ttenp\u00e4dagogik und deren Eignung f\u00fcr Kinder. Es geht darum, ob Kindern ein Besuch einer NS-Gedenkst\u00e4tte zugemutet werden kann\/darf.<br>Dazu kann ich sagen, dass selbstverst\u00e4ndlich nicht jedes Kind einer 4. Klasse unbedingt eine NS-Gedenkst\u00e4tte besuchen muss. Doch wenn es einen solchen Lernort in der N\u00e4he gibt und es thematisch sinnvoll ist, gibt es keinen Grund ihn nicht zu besuchen mit den Kindern. Historische Orte sind per se f\u00fcr Kinder interessant.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Inwiefern kann die Gedenkst\u00e4ttenarbeit mit Kindern einen Beitrag gegen Rechtsradikalismus, Menschenfeindlichkeit und Antisemitismus f\u00fcr eine demokratische Gesellschaft leisten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch denke nicht, dass NS-Gedenkst\u00e4tten \u201aBollwerke\u2018 gegen Rechts sind und sein k\u00f6nnen. Doch als au\u00dferschulische Lernorte, die sich aufgrund der historischen Ereignisse mit Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus und Faschismus besch\u00e4ftigen, ist es leichter m\u00f6glich, aktuelle Beispiele aufzuzeigen, um daran die Aktualit\u00e4t von Geschichte zu verdeutlichen. Wir machen an den Gedenkst\u00e4tten historisch-politische Bildungsarbeit, die zum Nachdenken hoffentlich einl\u00e4dt. Aber Gedenkst\u00e4tten sind keine \u201aErziehungsheime\u2018. Und bereits mit rechtem Gedankengut \u201ainfizierte\u2018 Kinder und Jugendliche bed\u00fcrfen erzieherischer Ma\u00dfnahmen und Begegnungen mit Menschen, die zu ihrem Vorurteilsbild geh\u00f6ren. Das leisten Gedenkst\u00e4tten nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Welches Wissen w\u00fcrden Sie gerne mit Menschen teilen, die in der Kinder- und Jugendarbeit t\u00e4tig sind?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Wissen um die enorme Empathief\u00e4higkeit von Kindern, die nichts mit \u00dcberw\u00e4ltigung zu tun hat (s. Beutelsbacher Konsens). Die ungeheure Fantasie, mit der sich Kinder den historischen Ereignissen n\u00e4hern und sie ins hier und jetzt \u00fcbertragen k\u00f6nnen. Das wird dort deutlich, wo Kinder Spielszenen anhand von Biografien von Opfern und T\u00e4ter*innen entwickeln. Und das Wissen \u00fcber das Wissen der Kinder. Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel Wissen\/Informationen zum Thema NS bei den Kindern schon vorhanden ist, wenn auch nicht sortiert und schon gar nicht reflektiert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Welchen Stellenwert m\u00fcssen Gedenkst\u00e4tten Ihrer Meinung nach in einer zuk\u00fcnftigen Erinnerungskultur haben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMir scheint es notwendig zu sein, dass Erinnern und Gedenken nicht nur an festgelegten Gedenktagen stattfindet. Das hat oftmals etwas in Ritualen Erstarrtes, Formalisiertes, Steifes, wenig Lebendiges. Die aber, die sich erinnern (sollen), sind lebendige Menschen, denen Gestaltungsm\u00f6glichkeiten des Erinnerns und Gedenkens gegeben werden m\u00fcssen. Und das ist der Beitrag den Gedenkst\u00e4tten leisten. Und zwar ganzj\u00e4hrig mit den ihnen eigenen Themenschwerpunkten. Ohne NS-Gedenkst\u00e4tten bleibt es bei Feiertagsreden und kommt nicht bei Kindern und Jugendlichen an.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Knapp 30 Jahre lang arbeitete Regine Gabriel als P\u00e4dagogin in der Gedenkst\u00e4tte Hadamar. Wir sprechen mit ihr \u00fcber Gedenkst\u00e4ttenp\u00e4dagogik mit Kindern und der Arbeit an einem historischen Ort, der T\u00f6tungsanstalt der sogenannten Aktion T4 war und in dem die Nationalsozialisten etwa 15.000 Menschen ermordeten. 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